Schulpartnerschaft gegen Klimakrise

Baustart für Solaranlage 

 

Heilbronn, 14.06.2025

 

Die Planung für den Bau einer Solarthermieanlage an der Bishop Sulumeti Girls High School ist weitestgehend abgeschlossen. Dank der Förderung in Höhe von 7.000€ durch die Stadt Heilbronn ist die Errichtung der Anlage noch für Ende Juni und Anfang Juli 2025 geplant. Die feierliche Einweihung ist im Rahmen des Outgoings der ISAK 25 geplant. 

 

Schon 2019 begannen die ersten Planungen für die Errichtung einer Solaranlage an der Bishop Sulumeti Girls High School in Kakamega, Kenia. Dank der hohen solaren Einstrahlung nahe am Äquator, ist die Schule ein idealer Standort für Energieerzeugung aus Sonnenenergie. Zunächst war offen, ob Strom durch eine Photovoltaikanlage oder Warmwasser mithilfe einer Solarthermieanlage erzeugt werden soll. Durch den geringeren technischen Aufwand und geringerer Investitionskosten fiel die Entscheidung schnell auf eine Solarthermieanlage. 

 

Bei einer Solarthermieanlage wird durch die Sonne ein Fluid erhitzt. Die im Fluid gespeicherte Wärme wird dann in einem Wärmetauscher auf das Wasser übertragen. Das dadurch erhitze Wasser wird in einen Pufferspeicher gespeichert und kann bei Bedarf jederzeit verwendet werden. Statt mit Feuerholz Wasser zum Sieden zu bringen, kann das Küchenpersonal künftig das durch die Sonne erhitze Wasser zum Kochen nutzen. Dadurch lässt sich nicht nur Feuerholz einsparen, sondern es reduziert auch den Holzeinschlag. Dadurch werden sowohl CO2-Emissionen eingespart als auch die Artenvielfalt des lokalen Regenwalds geschont.

 

Nach Finalisierung der Planung werden wir eine Kollektorfläche von 16,1 m2 auf dem Küchendach installieren und dazu einen Pufferspeicher mit 1.000 l Fassungsvermögen. Durch die starke Sonneneinstrahlung kann der Pufferspeicher täglich zwei Mal vollständig mit Warmwasser gefüllt werden. Täglich hat die Küche einen Wasserbedarf von rund 4.500 l Warmwasser. Knapp die Hälfte des Wassers kann zukünftig durch Solarenergie erhitzt werden. So lassen sich täglich etwa 800 Mahlzeiten klimaneutral zubereiten.

 

Das Projekt wird durch zweckgebundene Spendengelder von Privatpersonen, Firmen und Organisationen, aus dem Spendenlauf der CHS 2025 sowie nachrangig durch den Fördertopf für Entwicklungsprojekte der Stadt Heilbronn finanziert. Das Projektbudget in Höhe von 15.300 € wird ausschließlich für die Anschaffung der Anlagenkomponenten inklusive benötigtes Material an Rohrleitungen, Klemmen etc., für die Baumaßnahmen sowie die Arbeitskosten für die Installation verwendet. Die gesamte Planung, Organisation und Koordination erfolgten auf ehrenamtlicher Basis durch den Alumni-Verein „Connecting-Youth – Jugend für Eurafrika“ unter der Leitung von Tim Holzapfel. 

Tags: Kenya / Connecting Youth, Berufliches Gymnasium, Nachhaltigkeit