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Weintechnologe ist genau das Richtige für mich. Mich interessieren Maschinen und Anlagen, wie Pressen, Pumpen und Abfüllanlagen. Ich möchte wissen, wie ich Trauben erst in Maische und Most und dann in edle Wein oder weinähnliche Getränke verwandeln kann. Ich möchte auch lernen im Labor die wichtigen Inhaltsstoffe, wie den Alkoholgehalt messen zu können, so dass sich zum Schluss bei einer Verkostung die Kunst meines Handwerks im Wein wiederspiegelt.

Weintechnologe/in - Was macht den Beruf aus?

Bei der Ausbildung als Weintechnologe verfolgst du den gesamten Weg der Traube von der Anlieferung in der Weinkellerei bis hin zum Versand an den Kunden. Die Bedienung aller Maschinen im Fertigungsprozess, die Verkostung der Weine sowie Laboruntersuchungen sind ebenso Ausbildungsinhalte wie die Herstellung von weinhaltigen Getränken wie Sekt, Perlwein, Glühwein oder Traubensaft.

Es beginnt mit der Traubenannahme und der Prüfung der Qualität. Anschließend zerkleinerst und mahlst du die Trauben maschinell zur sogenannten Maische. Diese wird schonend zu Most ausgepresst, der nach der Vorklärung vergoren wird. Du überwachst den Gär- und Reifeprozess des Weines durch analytische und sensorische Kontrollen. Bei Bedarf führst du Schönungen und andere Behandlungsmaßnahmen durch, um höchste Weinqualität zu erzeugen.

Lagerung, Abfüllung und Vermarktung der Weine gehören ebenso zu deinen Aufgaben wie die Beratung der Kunden.

Wenn du mehr erfahren willst, schau dir dieses Video von Azubi TV an, in dem ein ehemaliger Schüler der CHS seinen Beruf vorstellt.

 

Ausbildung

Die Ausbildung zum Weintechnologe/-in erfolgt dual, also sowohl im Ausbildungsbetrieb (z.B. Wein- und Sektkellereien, Winzergenossenschaften) als auch in der Berufsschule der CHS. An der CHS lernst du die theoretischen Grundlagen für die Praxis im Ausbildungsbetrieb.
Schwerpunkte deiner schulischen Ausbildung bilden dabei

  • Beurteilung der Traubenqualität
  • Verarbeitung von Trauben, Maische und Most
  • Alkoholische Gärung steuern
  • Behandeln und Ausbauen von Jungwein und Wein
  • Süßreserve herstellen und lagern
  • Herstellung von Sekt, Perlwein und anderen weinhaltigen Getränken
  • Abfüllen, Ausstatten und Lagern von Erzeugnissen
  • Vorstellen, bewerten und vermarkten der Erzeugnisse

Durch den handlungsorientierten Unterricht lernst Du die Arbeitsabläufe im Herstellungsprozess zu planen, zu überwachen und zu optimieren.

Anmeldung
Voraussetzung für den Berufsschulbesuch ist ein Ausbildungsplatz. Die Anmeldung erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb.
Dauer
Die Berufsschule ist eine berufsbegleitende Pflichtschule. Die Berufsschulpflicht ist für Jugendliche an die jeweilige Dauer der Ausbildung gekoppelt und dauert in der Regel drei Jahre. (Ausnahmen möglich: zwei Jahre mit Fachhochschul- oder Hochschulreife oder Zweitausbildung)
Ziele
Die berufsbegleitende Berufsschulausbildung dient der Vermittlung fachlich-sozialer Kompetenzen. Durch handlungsorientierten Unterricht wird selbstständiges und eigenverantwortliches Denken und Handeln gefördert.
Unterrichtsorganisation
Der Unterricht an der Berufsschule für Weintechnologen an der CHS ist als Blockunterricht organisiert und findet pro Ausbildungsjahr in 12 einzelnen Wochenblöcken statt.
Lernmittel & Wohnheimsplatz
Lernmittel, wie Fachbücher (leihweise) und Verbrauchsmaterial, werden vom Schulträger, dem Landkreis Heilbronn, zur Verfügung gestellt. Für Auszubildende mit weiter Anfahrt besteht die Möglichkeit, während des Unterrichts einen Wohnheimplatz in Anspruch zu nehmen.
Prüfung
Die Berufsschule schließt mit der Abschlussprüfung ab. Aufgrund einer besonderen Vereinbarung wird in Baden-Württemberg die Abschlussprüfung der Berufsschule und der schriftliche Teil der Abschlussprüfung der Kammern gemeinsam durchgeführt. Die praktische Prüfung wird von den Prüfungsausschüssen der Kammern abgenommen.
Chancen & Weiterbildung
Kellermeister | Staatlich geprüfter Techniker | Bachelor/Master Verkaufsleiter, Wissenschaftler oder Betriebsleiter

    Allgemeinbildender Bereich

    Deutsch
    Englisch
    Gemeinschaftskunde
    Religion

    Fachlicher Bereich

    Wirtschaftskompetenz
    Berufsfachliche Kompetenz
    Fachkunde, Fachrechnen, Praktische Fachkunde mit Weinanalytik und Sensorik
    Projektkompetenz

    Exkursionen

    Ergänzung des Unterrichts durch Lehrfahrten und Betriebsbesichtigungen
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