Studienfahrt

Ausfahrt des Seminarkurses Wintersport

Nach mehreren Monaten intensiver Beschäftigung mit unseren Seminararbeiten war es dann endlich soweit – eine Woche Südtirol! Am Anfang waren unsere Gefühle über die Ausfahrt noch sehr gemischt. Zum einen waren wir wohl alle sehr nervös, denn es war ja nicht nur pures Vergnügen für uns, mit der Ausfahrt war auch die Abgabe unserer Seminararbeit und das Halten unserer Präsentationen verbunden. Zum anderen war man voller Vorfreude, endlich wieder auf Skiern zu stehen. Dazu kam noch, dass wir uns zwar schon alle ein wenig vom Seminarkurs kannten, doch eine Woche mit neuen Leuten ist trotz allem immer eine aufregende Situation. Im Nachhinein können wir wohl alle sagen, dass es eine wunderschöne Woche war – eine Woche, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Angefangen hat die Woche mit einer langen Busfahrt ins Ahrntal in Südtirol. Dort angekommen wurde erst einmal die Unterkunft bezogen und zu Abend gegessen. Beides war zu unserer Überraschung äußerst gut, denn wer schon mal in einem Skilager war, hatte nicht allzu hohe Erwartungen. Meist kann da von den Hütten und dem Essen nicht ganz so viel erwartet werden. Doch das war bei uns überhaupt nicht der Fall. Im Anschluss an das Essen wurden direkt die ersten drei Präsentationen gehalten und somit hatte sich auch unsere Abendroutine für die nächsten paar Tage eingespielt. Wir waren immer von der ersten Liftfahrt bis zum späten Nachmittag auf der Piste, danach hatten wir etwas Zeit zum Duschen bis wir uns bereits um 18:15 Uhr wieder zum Abendessen trafen. Im Anschluss folgten gleich die Präsentationen und auch wenn es anstrengend war, abends noch Präsentationen zu halten oder zu hören, war jede einzelne individuell und informativ gestaltet, sodass es nie langweilig wurde. Wer nicht zu müde war, ließ den Abend im Anschluss noch in gemütlicher Runde ausklingen. Doch nicht nur abends beim Zusammensitzen hatten wir unseren Spaß, sondern auch auf der Piste haben wir Erinnerungen gesammelt, die wir wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Die fünf Tage auf der Piste waren in zwei Skigebiete aufgeteilt. In den ersten drei Tagen haben die Anfänger schon tolle Fortschritte gemacht. Bei wunderschönem Wetter und tollem Schnee waren die Bedingungen dafür perfekt und mit der Hilfe von Herrn Klausien, Herrn Höfer und Herrn Bentz konnten einige von ihnen nach diesen drei Tagen schon erstaunlich gut Ski fahren. Wir Fortgeschrittenen durften in Dreiergruppen auch alleine fahren. Trotzdem sind wir gerne auch mal mit den Lehrkräften gefahren, denn auch wir waren bereit, unsere Skikünste um ein paar neue Techniken zu erweitern.

Im zweiten Skigebiet ging es mit weniger Pisten, aber mit genauso viel Spaß weiter. Einige Anfänger haben sich schon an die ersten schwarzen Pisten gewagt und auch wir Fortgeschrittenen haben uns immer wieder neuen Herausforderungen gestellt. Die nebligen und windigen Wetterverhältnisse am letzten Tag machten es uns einfacher, uns nach einer tollen Woche von den Pisten zu verabschieden. Auf den letzten Abend wurden bewusst keine Präsentationen mehr gelegt und somit konnten wir diesen Abend alle gemeinsam mit verschiedenen Spielen genießen.

Bei der Heimfahrt waren wir wohl alle sehr erschöpft von der Woche und haben erst einmal versucht, ein wenig Schlaf nachzuholen, doch dann wurde auch die Busfahrt noch sehr witzig. Denn mit der Erleichterung, bereits einen beachtlichen Teil unserer Seminararbeit geschafft zu haben, mit den Erinnerungen die wir gesammelt haben und mit den neuen Freundschaften die geschlossen wurden, konnte man nun richtig voller Zufriedenheit auf die Woche zurückblicken.

Und auch wenn vielleicht nicht jeder Skifahren als seinen neuen Lieblingssport entdeckt hat, hatten wir alle eine tolle, informative und erlebnisreiche Woche, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Die Schülerinnen und Schüler des „Seminarkurs Wintersport“

International Students Academy Kenya - Tiefe Einblicke in eine andere Welt

Im Juli 2019 starteten 17 Schüler*innen und zwei Lehrerinnen der CHS zur International Students Academy Kenya und für viele von uns damit in das bisher größte Abenteuer ihres Lebens. Wir haben das Land 3 Wochen lang durchquert und dabei in Nairobi unsere Partnerprojekte und in Kakamega unsere Partnerschule, die Bishop-Sulumeti-Girls High School besucht. Im Norden des Landes konnten wir zwei Tage und eine Nacht in einem Samburu-Dorf verbringen und hautnah erleben, wie der Klimawandel die Menschen dort in Bedrängnis bringt. Doch lest selbst, die folgenden kurzen Tagesberichte können leider nur einen kleinen Einblick in unsere Reise geben.

 

 Tag 0 Mittwoch 17.07.2019 Ankunft in Nairobi

Nach einem langen und anstrengenden Flug und endloser Visa-Prozedur endlich in Nairobi angekommen. Der erste Eindruck von der Stadt: riesig, laut, voller Menschen, voller Leben und einem chaotischen Verkehr. Willkommen in der fremden Welt.

 

Tag 1 Donnerstag 18.07.2019

Unser erster Tag in Kenya startete mit Stress – einige der Teilnehmer hatten vergessen die Wecker auf kenyanische Zeit umzustellen und kamen zu spät am Treffpunkt an, wodurch sich der Tagesplan nach hinten verschob.

Nach einem Frühstück, bestehend aus Ei und verschiedenem Obst, fuhren wir mit dem Bus in Richtung Sarakasi Nairobi. Das Sarakasi ist eine international auftretende Künstlergruppe, welche auch junge Künstler in Tanz und Akrobatik unterrichtet. Wir durften bei kleineren Akrobatikübungen dabei sein und man lehrte uns eine für uns neue Art des Tanzes. Abschließend bekamen wir eine Kostprobe des neusten Programms der Gruppe.

Nach kurzer Busfahrt kamen wir im ICIPE (International Centre for Insect Physiology and Ecology) Nairobi an. Hier bekamen wir nach dem Mittagessen eine interessante Führung durch einige laufende Projekte. Dabei erfuhren wir einiges über die Forschung an stachellosen Bienen, welche zukünftig auf Feldern die extrem aggressiven Honigbienen ersetzen sollen. Außerdem über die Seidenherstellung per Mottenkokon, Ölgewinnung aus Grillen und Tierfutterzusatz aus Fliegenlarven.

Zum Ende des Tages fuhren wir in eine Mall, wo wir Geld tauschen und Sim-Karten kaufen konnten. Das Abendessen das wir an diesem Abend aßen, konnten wir uns hier individuell kaufen.

So endete unser erster vollständiger Tag in Kenia mit einem offenen Abend, den jeder für sich selbst gestalten konnte.

 

Tag 2 Freitag 19.07.2019

Auf dem Weg von Nairobi nach Naivasha, kamen wir an Kaffee- und Teeplantagen vorbei, Titus erzählte uns von der Kaffeefarm seiner Großmutter und dass ein Kaffeefarmer aus Kenia für hochwertigen Kaffee nur 30 cent pro Kilo bekommt. Ein Stopp an einem Viewing Point offenbarte uns die schöne Aussicht in das Rift Valley. Auf der weiteren Fahrt zu unserer Unterkunft, dem Fishermen’s Camp, kamen wir noch an dem erloschenen Vulkan Mount Longonot sowie den ersten Zebras und Giraffen vorbei. Gegen Abend stand noch eine Bootstour auf dem Lake Naivasha auf dem Programm, bei der wir Nilpferde, Affen und viele verschiedene Vogelarten, darunter Adler, sehen konnten. Nach dieser Tierschau war der Tag dann auch schon vorbei.

 

 

Tag 3 Samstag 20.07.2019

6 Uhr morgens – Treffpunkt Truck!

Noch ziemlich müde fuhren wir zum Hells Gate Nationalpark. Dort angekommen, konnte unsere Fahrradtour durch den Park auch schon starten. Unterwegs konnten wir sowohl den schönen Sonnenaufgang, als auch eine Vielzahl von Tieren wie Giraffen Zebras und Büffel bestaunen, irre einfach so mit dem Fahrrad durch eine Herde Büffel zu fahren. Überall im Park tritt heißer Wasserdampf aus dem Boden, daher gibt es hier auch ein Geothermie-Werk, aus dem Kenia über 20% seines Energiebedarfs deckt. Nachdem wir uns und die Affen gestärkt hatten, machten wir uns auf zu einer abenteuerlichen Wanderung durch die Hells Gate Schlucht. Unsere Ranger John und Jacob leisteten, egal ob als Hilfe beim Klettern oder beim Erklären, volle Arbeit. Nach etwa 2 Stunden kamen wir völlig erschöpft, aber dafür mit jeder Menge neuer Eindrücke und neuem Wissen wieder am Rangers Post an. Von dort aus ging es mit dem Truck zurück ins Camp. Nachdem sich alle frisch gemacht und ausgeruht hatten, ließen wir den Abend gemeinsam ein einem schönen Restaurant ausklingen.

 

Tag 4 Sonntag 21.07.2019

Nachdem wir am Sonntag um 6 Uhr von Lake Naivasha in Richtung Lake Victoria abfahren mussten war die Laune der Gruppe entsprechend gut. Das im Bus schlafen stellte sich auch als schwierig heraus, da durch die etwas löcherigen Straßen selbst unser Bus ins Schwanken und Hüfen kam und man sich dadurch den Kopf regelmäßig an der Scheibe anstieß. Durch abwechselndes Schlafen, Musik hören, Karten spielen und rausschauen haben wir die Busfahrt jedoch gut überstanden.

Gegen Mittag besuchten wir noch die Seifen/Speck-steinmine in Kisii. Dort wurden uns die einzelnen Schritte der Herstellung einer Seifensteinfigur gezeigt. Dies beinhaltet das Schnitzen des Steins mit einem Messer, danach das Feilen mit Sandpapier und Wasser, gefolgt vom Bemalen der Figuren.  Die Seifensteinfiguren werden über Fair-Trade nach Europa verkauft.

 

Tag 5 Montag 22.07.2019

Am 22 Juli begann der Tag im ICIPE am Mbita Point mit einer Bootsfahrt auf den Viktora See. Während der Fahrt auf den See konnten wir den Sonnenaufgang über dem See beobachten. An zwei Inseln welche von vielen verschiedenen Vögeln bevölkert wurden drehten wir um und fuhren zurück Richtung Ufer. Nach der Bootsfahrt sammelten wir beim Frühstück neue Kräfte, um so gestärkt in den Tag zu starten. Bei einer Führung durch das ICIPE Gelände wurden uns die vielen verschiedenen Forschungen gezeigt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das Push-Pull Verfahren gelegt, welches auf biologische und bezahlbare Weise die Felder von Schädlingen befreit. Nach einer langen aber auch interessanten Führung aßen wir zu Mittag. Anschließend hörten wir eine Präsentation über die Institution und deren Erfolge und Forschungsergebnisse. Am späten Nachmittag fuhren wir auf den Markt außerhalb des ICIPE Geländes, wo wir durch die Vielfalt an Marktständen liefen. Dorthin gelangten wir mit einer Fahrt auf den sogenannten BodaBodas, Kenias Taxi-Motorrädern. Wir machten eine Pause auf der Brücke zur Rusinga-Halbinsel mit großartiger Aussicht, bevor wir zum ICIPE zurückkehrten. Dort angekommen aßen wir zu Abend und beendeten den Tag mit einer Gesangseinlage der Gruppe.

 

Tag 6 Dienstag 23.07.2019

Heute war einer unserer Reisetage, das bedeutete wir würden eine lange Autofahrt und ein Supermarktmittagessen vor uns haben. Ganz so schlimm traf es uns aber dann doch nicht, da wir auch ein wenig Abwechslung hatten. Wir wären nämlich das erste Stück mit der Fähre von Mbita Point nach Luanda Kotieno über den Victoriasee unterwegs. Die Überfahrt hat uns sehr gut gefallen. Als wir dann im Endeffekt an unserer Unterkunft, dem Bishop Stam Pastoral Center in Kakamega, ankamen waren wir alle sehr erleichtert und froh nicht mehr sitzen zu müssen.

Am Abend bekamen wir noch Besuch vom Schulgründer Bishop Philip Sulumeti. Da der Bischof am nächsten Tag nach Nairobi musste und uns daher nicht an die Partnerschule begleiten konnte, schenkte er uns einen lebenden Truthahn, den wir zusammen mit den Partnerschülerinnen essen sollten. Aber wie soll man jemanden essen, den man lebend kennen gelernt hat…

 

Tag 7 Mittwoch, 24.07.2019

Nach der langen Fahrt des vorherigen Tages kamen wir nun an unsere Partnerschule, der Bishop Sulumeti Girl´s High School an.

Empfangen wurden wir von der ganzen Schule mit einer Vorstellung einiger Lehrer sowie Begrüßungsreden. Anschließend fingen an Präsentationen über verschiedene Alltagsthemen in Gruppen vorzubereiten.

Nach dem Mittagessen gingen wir noch in die unterschiedlichsten und vielseitigsten Unterrichtsstunden mit. Es war spannend zu sehen, wie der Unterricht an unserer Partnerschule abläuft.

Zwischen den Programmpunkten hatten wir immer wieder Zeit uns mit den Schülerinnen auszutauschen und uns besser kennenzulernen.

Alles in allem war der Tag sehr interaktiv und inspirierend.

 

Tag 7 Donnerstag 25.07.2019

Unser heutiger Tag begann sehr früh. Gegen 5:00 Uhr fuhren wir ab Richtung Kakamega Rainforest um den Sonnenaufgang zu betrachten. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei unserer Partnerschule, bei dem wir einige kenianische Schülerinnen abgeholt haben, ging es endgültig los. Schon im Bus wurden wir von Frau Fischer auf die Verhaltensweise im Regenwald vorbereitet. Wir haben gelernt und können nun aus eigener Erfahrung berichten wie schnell man sich im Regenwald verlaufen kann. Die Orientierung verliert man im Regenwald sehr schnell, zum Beispiel, wenn man sich an einer Gabelung für den falschen Weg entscheidet oder sich nur 2 Meter vom eigentlichen Weg entfernt. In einer Rekordzeit von nur 25 Minuten sind wir, an diesem Morgen, den Berg zum Aussichtspunkt hochgesprintet. Wir waren von der fantastischen Aussicht sehr beeindruckt. Gefrühstückt wurde dann bei einer Höhle, die auf unserem Rückweg lag. In der Höhle wimmelte es nur so von Fledermäusen und Spinnen, nicht alle haben sich dort wohlgefühlt. Um weiter Eindrücke vom Kakamega Rainforest zu bekommen, bekamen wir noch eine einstündige Regenwaldtour mit einem Guide, der uns viel über die verschiedensten Tier-und Pflanzenarten und über den Schutz des Regenwaldes erzählt hat. Schon um 13:00 Uhr stand der nächste Programmpunkt an. Erneut unterwegs mit unseren kenianischen Freunden fuhren wir nach Eldoret um dort die Fistula-Klinik zu besichtigen, die Frauen mit schweren Geburtsverletzungen kostenlos operiert und wieder in die Gesellschaft integriert. Im Hospital bekamen wir eine ca. 1 ½ stündige Führung, welche uns aufgrund der vergleichsweise einfachen Verhältnisse nachdenklich stimmte. Auf der Rückfahrt ist die Laune mit einer Runde singen wieder gestiegen. Wir versuchten uns an kenianischen als auch an deutschen Liedern. Zusammenfassend können wir sagen, dass es ein sehr langer jedoch eindrucksreicher Tag war, wofür wir sehr dankbar sind.

 

Tag 8 Freitag, 27.07.2019

Nach Ankunft an der Schule, gab es ein kurzes Treffen in dem Büro der Schulleiterin, um den Tagesablauf zu besprechen. Es fing an mit den vorbereiteten Präsentationen über das Leben in Kenia und Deutschland. Die Präsentationen wurden sehr schön gestaltet von den Gruppen. Präsentiert wurde sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Danach ging es zusammen als Gruppe auf den lokalen Markt in Kakamega. Auf dem Markt gab es alles zu kaufen, von Lebensmittel, über Kleidung bis hin zu Gebrauchsgegenstände. Es war ziemlich beeindruckend für uns deutsche Schüler. Traurig gemacht haben uns die klebstoffschnüffelnden Kinder, die trotz staatlicher Reha-Programme keinen Weg aus der Sucht finden. Am Nachmittag wurde das ENSA Programm näher vorgestellt und Bilder aus den letzten Besuchen in Kenia und Deutschland gezeigt. Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, denn die Partnerschaft feiert 10-jähriges Jubiläum. Danach wurde ein Film über die Befreiung von Kenia aus der Kolonialisierung und die anschließende Unabhängigkeit gezeigt. Am Abend gab es eine weitere Prämiere, denn zum ersten Mal gab es ein gemeinsames Abendessen der kenianischen Schüler und Lehrer mit der deutschen Gruppe um den vom Bischof Sulumeti geschenkten Truthahn zu essen (trotz der Bekanntschaft).  Es war ein schöner Abschluss für einen schönen und lehrreichen Tag.

 

Tag 9 Samstag 27.07.2019

An diesem Tag stand einiges auf dem Programm, auch wenn das ein oder andere mehr oder weniger geplant gemacht wurde.

Vormittags fuhren wir zur BSGHS, von wo aus wir mit einigen Lehrern und der Rektorin zur Folgelocation gefahren wurden. Wir wurden nämlich zur Rentenfeier der ehemaligen Musiklehrerin der BSGHS, die in den letzten Jahren viel zum Gelingen der Schulpartnerschaft beigetragen hatte, eingeladen. Es wurden einige Reden und Danksagungen zu Ehren des Ehrengastes gehalten. Andere wiederum sangen Lieder oder vollführten Tänze, welche wundervoll zu ansehen waren. Zu diesen Personen gehörten auch Mädchen der Partnerschule. Leider mussten wir die Feierlichkeiten vorzeitig verlassen, da noch einiges auf dem Programm stand.

Weiter ging es zu einer anderen Schule, die wir bisher nicht kannten. Es handelte sich um ein Jungeninternat, welches ca. 1100 Schüler beherbergt. An dieser Schule wird ebenfalls Deutsch unterrichtet. Wir erhielten eine kleine Führung und schauten ein paar Minuten bei einem Fußballturnier zu, welches an der Schule stattfand zu, während die Lehrer zusammen die Weiterentwicklung der Schulpartnerschaften zu besprechen hatten.

Der letzte Punkt auf der Liste war der Besuch im Waisenhaus. Die Leiterin gab uns eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten und wir lernten ein paar der Kinder kennen. Am Ende unseres Besuchs übergaben wir der Leiterin unsere Geschenke für die Kinder und bedankten uns herzlich für diese Möglichkeit.

Der Tag lieferte einige neue Eindrücke, welche wir erst einmal verarbeiten mussten.

 

Tag 10 Sonntag 28.07.2019

Heute war der letzte Tag an unserer Partnerschule. Als erstes stand der Gottesdienst auf dem Plan. Dieser wurde im Vergleich zum Deutschen mit sehr viel Tanz und Gesang gestaltet. Die Freude und Hingabe der Schülerinnen zum Gottesdienst konnten uns anstecken und uns zum Mitmachen ermuntern.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch kurz Zeit mit gefülltem Magen unseren Tanz und die von uns einstudierten Songs zu üben, bevor es zur Farewell Party ging. Viele Kurse und einzelne Schülerinnen präsentierten uns Vorträge, Tänze und Lieder. Die über Deutsch, Französisch und Englisch bis Indisch reichten und uns allen den Atem geraubt haben. Immer wieder wurden wir ein Teil der Show und durften, (meist von den Schülerinnen überredet) unser Tanzbein schwingen und alle anderen mit unterhalten. Nach all den Präsentationen der Kenianerinnen hatten wir schon weiche Knie, da wir wussten das unsere Vorstellung mit ihren nicht mithalten könnte, da uns das tanzen und singen nicht ganz so im Blut liegt. Trotzdem konnten wir den Kenianerinnen mit unserem Tanz und den zwei Liedern (99 Luftballons und Feuerwerk) eine Freude machen und zum Lachen bringen.

Nach den deutsch und kenianischen Danksagungen und kleinen Geschenken der Schule an uns, durften wir zwei Schülerinnen eine Freude machen durch ein Stipendium. Der letzte Programmpunkt war das gemeinsame Abendessen mit den Schülerinnen beidem wir uns auch von ihnen verabschieden konnten. Bei vielen blieben die Augen nicht trocken und durch ein Telefonnummern Austausch, sollte die Freundschaft und der Kontakt weiter gepflegt werden. Zum Schluss singen wir noch ein paar Lieder und mussten schweren Herzens in den Bus steigen und uns von den Schülerinnen verabschieden. Trotz den schnell vergangenen 5 Tagen, haben wir die Schule ins Herz geschlossen und hoffen, dass wir die eine oder andere Schülerin nächstes Jahr beim Gegenbesuch an der CHS vielleicht wiedersehen.

 

Tag 11 Montag 29.07.2019

Von Kakamega nach Nanyuki

Heute war unser bisher längster Reisetag. Nach mehreren kleinen Stopps sind wir zu den “Tompson‘s Falls“ gekommen. Einem 74 Meter langem Wasserfall, der nach dem Vater des ersten europäischen Entdeckers im Jahre 1883 benannt wurde. An diesem gigantischen Wasserfall konnten wir auch viele Chamäleons sehen.  
Leider gibt es auch Menschen, die mit diesen atemberaubenden Tieren Geld machen wollen, was uns schockierte, da die Tiere an dem Stress sterben können. Danach ging es weiter über abenteuerliche Straßen und Serpentinen Richtung Nanyuki zu unserer nächsten Unterkunft. Nach einer kurzen Fotosession am Äquatorübergang kamen wir dann im “William Holden wildlife education center“ am Mount Kenya an, wo wir alle in Zelten an einem Fluss untergebracht waren.      

 

Tag 12 Dienstag, 30.07.2019

Nach einer kalten Nacht bekamen wir eine Führung durch das William Holden Camp, ein Camp welches kenianischen und ausländischen Schülern ein umweltfreundlicheres Denken und Handeln näherbringen soll. Anschließen fuhren wir in ein Samburudorf. Dort haben unsere Gastgeber eine Ziege für uns geschlachtet und wir haben, von den Dorfältesten wohlbehütet vor den Hyänen, unter einem wunderschönen Sternenhimmel am Lagerfeuer übernachtet.

 

Tag 13 Mittwoch, 31.07.2019

Nach einer schönen Nacht unter dem Sternenhimmel entdeckten wir das Samburudorf bei Tageslicht. Die Häuser haben Wände aus Ästen und ein Dach aus Planen und Mist. Sie sind ca. 1m hoch und haben innen einen Schlafplatz und eine Feuerstelle ohne Abzug was die Luft sehr stickig macht. Wir haben gestaunt, was man alles so in einer winzigen Hütte unterbringen kann. Die Hütten werden für das frischvermählte Paar von den Frauen des Dorfes gebaut und wenn der Mann zuhause ist steht ein Speer vor dem Eingang. Wir haben auch die „Primary School“ angeschaut, die aus einer kleinen Wellblechhütte und einem Sitzplatz unter einem Baum besteht. Aus der Gruppenkasse hat das Dorf als Dankeschön, dass wir bei Ihnen sein durften, Wellblech für Wände für das „Baum-Klassenzimmer“ erhalten, so dass die Kinder beim Lernen vom Sand und Wind geschützt werden. Am Morgen vor der Schule müssen die Kinder zuerst die Kamele von der Wasserstelle zurück ins Dorf treiben, wo sie gemolken werden. Relativ erfolglos haben sich einige von uns auch daran versucht. Wir haben erfahren, dass es für die Dorfbewohner immer schwerer wird, genug Wasser für die Tiere zu finden, da es aufgrund des Klimawandels seit 6 Jahren nicht mehr richtig geregnet hat. Nach den vielen neuen Eindrücken aus dem Leben der Samburu sind wir in unsere nächste Unterkunft einem Camp gefahren welches sich direkt neben dem heiligen Berg der Samburu (Mount Ololokwe) befindet. Diesen Berg haben einige von uns auch erklommen, was bei der Mittagshitze schwieriger als erwartet war. Die Mühe hat sich allerdings gelohnt und wir wurden mit einem grandiosen Ausblick über das Samburu-Land belohnt.

 

Tag 14 Donnerstag 01.08.2019

Früh am Morgen ging es los in den Samburu National Park, da man morgens die meisten Tiere sehen kann. Neben Giraffen, Gazellen, Elefanten und so weiter, hatten wir auch das große Glück eine Löwin, sowie einen Leoparden zu sehen. Während unserer Mittagspause im Park, mussten wir uns dann vor den Baboons in Acht nehmen, da sie unser Essen stehlen wollten. Einer gelang sogar kurzzeitig in unseren Truck. Als wir schließlich wieder in unserem Camp waren, war dann einmal ein wenig Zeit um sich zu entspannen und sich über die bisherige Reise auszutauschen und die Erlebnisse miteinander zu teilen.

 

Tag 15 Freitag 02.08.2019

Um 9:00 Uhr machten wir uns vom Sabache Camp auf den Weg nach Nairobi. Die Fahrt nach Nairobi dauerte mit dem Truck ca.  9 Stunden und führt durch alle in Kenya anzutreffenden Vegetations- und Klimazonen. In Nanjuki machten wir einen kleinen Zwischenstopp, um uns im Supermarkt ein Mittagessen zu besorgen. Nach der Ankunft in Nairobi gab es noch ein gemütliches zusammensitzen beim Abendessen in einem kleinen Restaurant neben unserer Unterkunft.

 

Tag 16 Samstag 03.08.2019

An unserem vorletzten Tag fuhren wir vormittags in das Mathare Valley um dort die Partner-Projekte Mathare Children Fund panairobi und die Percussion-Gruppe Zinaro zu besuchen. Die Projekte des MCFp befinden sich am Rand der Slums in einem Haus. In dem Gebäude wurden wir erstmal von den Mitarbeitern der Projekte begrüßt und haben eine Vorstellungsrunde gemacht. Dann wurden uns von den verschiedenen Mitarbeitern die unterschiedlichen Projekte erklärt. Es gibt zum einen das School Sponsorship Programme, zum anderen das Teenage Mothers Empowerment. Zudem gibt es das Reusable Sanitary Pads Programme, indem wiederverwendbare Binden hergestellt werden, damit z.B. die Mädchen trotz ihrer Tage in Schule gehen können. Ein weiteres Programm ist der Livelihood support. Von dem Programm aus werden Touren durch Nairobi angeboten und der Profit davon kommt der Mathare slum community zugute. Nachdem uns die Projekte erklärt wurden, wurden wir durch die Räume geführt. Zuerst wurde uns ein Raum gezeigt, in dem Mädchen eine Ausbildung zum Nähen bekommen. Danach wurde uns eine Bibliothek gezeigt, in der die Kinder aus den Projekten und dem umliegenden Slum kommen können, um dort zu lernen, ihre Hausaufgaben zu machen, zu lesen und damit sie nicht alleine in den Slums sind und eine Beschäftigung haben. In den anderen Räumen, die wir besucht haben, wurden unter anderem die wiederverwendbaren Monatsbinden hergestellt und Einkaufstaschen genäht und junge Frauen zu Kosmetikerinnen ausgebildet. Nach unserer Führung konnten wir noch die selbstgenähten Einkaufstaschen kaufen, wovon der Profit den Projekten zugutekommt.

Am Ende hatte jeder eine Hand voll Taschen und dann ging es weiter zu den Zingaros/Rastafari eine Straße weiter. Die Rastafari stellen unter anderem Trommeln her und verkaufen Schnitzereien und Handgemachtes. Nach kleinen Verhandlungen kauften wir  zwei kleine Trommeln, ein paar Armbänder und andere Kleinigkeiten.

Dann ging es zurück zum Bus und wir fuhren nicht weit zum Hope Theater in Kibera. Dort wurden wir freundlich begrüßt und es war schön die teilweise bekannten Gesichter wiederzusehen, denn das Hope Theater war letztes Jahr bei dem Austausch in Deutschland dabei und hat mit und die Tanzpantomime einstudiert. Sie erzählten und ein bisschen über das Hope Theater, die Jugendgruppe und ihre Beweggründe. Währenddessen kam heraus dass eine der Tänzerinnen schon über 40 ist, was uns alle in Schock versetzte, da sie uns viel jünger erschien. Und daraufhin fragte Titus ob er auch beitreten darf, damit er ebenfalls wieder jung wirkt.

Weil wir Hunger hatten, gingen wir dann noch mit ein paar Mitgliedern des Hope Theaters essen und fuhren danach zurück zu unserer Unterkunft.

 

Tag 17 Sonntag 04.08.2019

Heute Morgen ging es nach einem guten, vielfältigen Frühstück mit beladenem Truck Richtung “Akamba market“, wo Schnitzereien verkauft werden. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Zwischenstopp in einer Mall gemacht, um Geld zu wechseln und ein kleines Geschenk für Titus‘ Kinder zu besorgen. Um zu den Ständen der Schnitzer zu kommen mussten wir noch ein kleines Stück durch den Slum laufen. Uns wurde auf dem Weg noch einmal mehr mit allen Sinnen bewusst, wie gut wir es uns eigentlich geht und wie unterschiedlich die Lebenssituationen auf den Kontinenten sind. Nach dem Schnitzmarkt sind wir auf den Obstmarkt gegangen, auf dem wir schmackhafte Erinnerungen an Kenia, wie Avocados, Mangos, Ananas und viele mehr gekauft wurden. Auf unserer Farewell Party am Abend haben Titus’ Kinder das kleine Präsent erhalten, wonach jegliche Schüchternheit uns gegenüber verflogen war. Ein großes “Asante sana“ (Vielen Dank) ging an unseren Truckfahrer Antony, der uns immer sicher, über die unvorstellbarsten Wege, ans Ziel gebracht hat sowie an Titus, unseren Held, der uns vor schrecklichen Toiletten, Pavianen, die sich auf unser Mittagessen stürzen wollten beschützt hat. Am Abend ging es dann Richtung Flughafen, wo wir uns dann auch von dem Teil der Gruppe verabschiedeten, der noch eine Zeit lang in Kenia umherreist.         

 

Wir hoffen, dass unser Bericht euch einen kleinen Einblick in unsere vielfältigen Erlebnisse geben kann. Beschreiben kann man das fast gar nicht und über Vieles müssen wir auch erst noch nachdenken. Ganz besonders bedanken möchten wir uns zudem bei Titus Mwangi, der uns die ganze Tour über begleitet und uns viel erklärt hat. Und bei unserem Fahrer Anthony. Ein besonderer Dank geht zudem an Friedhelm Römer, der uns als Reporter der Heilbronner Stimme einen Teil der Reise begleitet und seine Eindrücke in einer ganz besonderen Artikelserie in der Heilbronner Stimme eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht hat.                 

Kenia 2019: Connecting Youth startet zur ISAK

Wie jedes zweite Jahr besuchen wir auch dieses Jahr wieder mit der Projektgruppe "Connecting youth - Jugend in Eurafrika" unsere Partnerschule und Partnerprojekte in Kenia. Die lange Zeit der Vorbereitung im Seminarkurs und der Besuch der Schülerinnen und Betreuer*innen aus Kenia letztes Jahr liegen hinter uns, die Koffer sind gepackt, es kann also losgehen mit unserem 3-wöchigen Abenteuer quer durch Kenia. Wir sind gespannt auf Land und Leute und freuen uns darauf unsere Freundinnen wieder zu sehen.

Sofern Internet verfügbar, könnt ihr in den folgenden Wochen hier spannende Berichte und Bilder von unserer Reise sehen.

Studienfahrt Amsterdam

Am 15.07.19 begann die Abschlussfahrt bzw. Studienreise der Klassen BTG 12/1, EG 12/1, SG 12/1 & SG 12/2. nach Amsterdam. Unsere Reise startete zunächst mit einer ca. 7- stündigen Busfahrt. Diese ging jedoch schneller vorbei als gedacht zum einen durch Nachholen von Schlaf, viele waren müde, aufgrund der frühen Abfahrt um 7.30Uhr, zum anderen durch witzige Unterhaltungen.

In Amsterdam angekommen, begutachteten wir natürlich zuerst unsere Zimmer, die sich im Hotel „Meininger Amsterdam“ befanden, welches ca. 10 Minuten vom Zentrum der Stadt entfernt war.

Wie es sich für eine Reise nach Amsterdam gehört, fuhren wir direkt nach einem gemeinsamen Abendessen zusammen mit den Lehrern in die Stadt. Dort ist uns beim Ausstieg aus der Metro als allererstes der spezielle Geruch von Amsterdam aufgefallen. ;-)

Unsere Lehrer zeigten uns dann unseren Treffpunkt in der Stadt, welchen wir während der Woche immer wieder benutzten. Dieser war das Nationalmonument von Amsterdam, ein riesiger Obelisk.

Im Anschluss hatten wir, bis zur Schülerzählung im Hotel, um 00:00 Uhr Freizeit. Diese Zählung wiederholte sich ebenso an allen anderen Tagen.

Wenn ich jetzt schon bei der Freizeit bin, muss ich dazu sagen, dass wir genug Zeit hatten, um Amsterdam in 3er Gruppen „allein“ zu erkunden.

Unsere Studienreise bestand aber natürlich nicht nur aus Freizeit, sondern überwiegend aus gemeinsamen Aktivitäten. So machten wir am 2.Tag eine Stadtführung, welche sehr interessant und spaßig war, was wohl auch an dem sehr sympathischen und unterhaltsamen Fremdenführer lag. Während dieser Tour lernten wir wirklich die Schönheit Amsterdams kennen, wir nahmen diese Stadt so nochmals ganz anders wahr.

Amsterdam ist eine Stadt, die vieles bietet. Durch Amsterdam fließen etwa 160 Kanäle bzw. Grachten, die von etwa 1200 Brücken überspannt werden, daher wird sie nicht ohne Grund auch Venedig des Nordens genannt. Zudem gibt es überall wunderschöne Straßengärten und  einzigartige Parks.

Man kann definitiv sagen, dass Amsterdam auch bei schlechtem Wetter, welches wir leider ab und zu hatten, nicht an Anziehung verliert.

Abgesehen von dieser Stadttour machten wir noch eine Grachtenfahrt, auf welcher wir Amsterdam nicht nur von einem anderen Blickwinkel aus sehen konnten, sondern sogar an einigen historischen Orten vorbeikamen.

Ebenso besichtigten wir einen historischen Ort, nämlich das Anne-Frank-Haus. Obwohl wir dort keine Bilder machen durften, glaube ich dennoch, dass jeder sein ganz persönliches Bild von diesem Besuch mitgenommen hat. So hatten wir dort eine wirklich gute Einführung, auch wenn wir einiges schon aus dem Unterricht kannten. Danach durften wir selbst mit einem Audioguide durch das Haus laufen. Dabei kann ich wahrscheinlich nicht nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass ich es atemberaubend fand, durch die einzelnen Räume zu laufen, welche original erhalten sind. Außerdem sah man überall  Zitate von Anne Frank und ihrer Familie, sowie Bilder, Stücke aus ihrem Tagebuch und immer wieder kleine Filme, in welchen beispielsweise ihr Vater über ihre Zeit im Hinterhaus sprach.

Der Besuch und die Eindrücke im Anne-Frank-Haus gehören für mich ebenso zu Amsterdam, wie all die anderen Eindrücke, die ich nun von dieser Stadt und Reise habe.

Ein besonders schöner und entspannender Tag war unser sonniger Meertag am Mittwoch in Zandvoort. Wir verbrachten den Tag am Strand und ließen einfach die Seele baumeln. Einige sonnten sich, andere verbannten sich, wieder andere waren schwimmen oder spielten Volleyball. Hierbei zeigte Herr Gauch, was er drauf hat.

Ansonsten hatten wir am vorletzten Tag der Reise ein gemeinsames Essen in einem Pfannkuchen Haus in Amsterdam, wodurch wirklich jeder mindestens eine Spezialität des Landes probieren musste. Danach durften wir ein letztes Mal selbst unsere Zeit gestalten und, wer Lust hatte, konnte sogar in einen Club zum Feiern gehen. Natürlich nur in Begleitung von zwei unserer vier Lehrer. Hier möchte ich ein herzliches Dankeschön, im Namen aller, aussprechen, dafür, dass unsere Lehrer dies organsierten und wir deshalb gemeinsam feiern konnten. 

Nach diesem letzten Tag ging es freitags mit dem Bus wieder zurück. Im Vergleich zur Hinfahrt war es diesmal jedoch viel ruhiger, was vielleicht an der vergangenen letzten Nacht lag.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine wirklich sehr schöne Reise war und es eine gute Balance aus Programm und Freizeit gab.

Studienfahrt Paris

Vom 2. 10. bis zum 5. 10 unternahm der Französisch B - Kurs Klasse 13 eine Studienfahrt nach Paris.

Mit dem TGV fuhren wir von Karlsruhe zum Gare de l´Est und von hier aus mit der Métro zu unserer Unterkunft MIJE im Marais - Viertel ganz nahe beim Rathaus und bei der Seine. Noch am Ankunftstag fuhren wir weiter zum Eiffelturm, von wo aus wir eine Bootsfahrt auf der Seine unternahmen und einen ersten Eindruck von Paris erhielten. Der nächste Tag begann mit einem Aufenthalt im Louvre. Alle zusammen besichtigten wir im Untergeschoss den ältesten mittelalterlichen Teil des Gebäudekomplexes, der uns etwas über die Anfänge der Stadt Paris zeigte. Dann verteilten wir uns auf die verschiedenen Säle, je nach Interessen. Dem Louvre folgte ein Picknick im Tuileriengarten und von dort aus liefen wir zur Place de la Concorde, auf der gerade eine Bildungsmesse stattfand, und zu den Champs - Elysées mit Triumphbogen. Von hier aus unternahmen wir einen Abstecher zum Park Monceau. Der Rest des Tages blieb den Champs - Elysées gewidmet. Am Vormittag des nächsten Tages besuchten wir die Katakomben und erhielten Einblick in einen Teil der Unterwelt von Paris. Die Mittagszeit verbrachten wir im Quartier Latin, dem Studentenviertel von Paris. Beim Durchqueren passierten wir auch die Universität Sorbonne, das Pantheon, in dem zahlreiche berühmte Franzosen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, und schließlich den Jardin du Luxembourg. Anschließend fuhren wir zum Montmartre, um hier die Kirche Sacré - Coeur und das Künstlerviertel auf uns wirken zu lassen. Wir beendeten den Tag mit einem gemeinsamen Essen. Der Abreisetag war leider ein Regentag und bis zur Fahrt zum Bahnhof konnte jeder noch das erledigen, was er sich vorgenommen hatte. Wir hatten viel Freizeit, um Paris zu erkunden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und Paris ist eine wunderschöne Stadt.

Studienreise Malaga

Studienreise nach Malaga 01.-08.02.2019 mit Frau Gärtner & Frau Bolay

Unsere Reise nach Málaga begann am Flughafen in Stuttgart mit 26 Schülerinnen und Schülern der Klasse 11 und 12 aller drei Gymnasien. Dabei musste gleich zu Beginn um 5.00Uhr morgens die erste Hürde überwunden werden. Denn, wenn man mit den Lehrerinnen kommunizieren wollte, musste man dies auf Spanisch tun. „¿¿¿Hola, …???“

Als wir in Málaga ankamen, wurden wir von einem Privatbus eines englischen Internats zu unserer Sprachschule gefahren. Unsere Sprachschule befand sich dabei in „el Palo“. Hier wurden wir herzlich von unseren „Sprachlehrern“ empfangen und lernten unsere Gastfamilien kennen. Die Altersspanne der Gasteltern streckte sich von „echt jung“ bis „doch schon älter“. Einige hatten selbst Kinder, andere lebten allein und verdienten sich so einfach etwas dazu.An diesem ersten Tag unserer Studienreise brachten uns unsere Lehrerinnen dann sogar noch dazu von „el Palo“ nach „Málaga“ zu laufen. Dabei muss man sich das so vorstellen, dass es damit anfing, dass wir uns einfach nur den Strand anschauen wollten. Trotzdem machte es dann sehr viel Spaß und wir hatten gleich einen ersten sehr guten Eindruck von der wunderschönen Stadt Málaga und dem dazugehörigen Strand.

Wir hatten „jeden“ Tag Unterricht, was aber nicht wirklich auffiel, da das Programm sehr abwechslungsreich und vielseitig war. Dieses war zwar nicht immer ganz stressfrei, aber man rennt doch gern, wenn man die Abfahrt des Katamarans nicht verpassen will. Mit Frau Gärtner, einer geborenen Malageña, hatten wir eine allwissende Reiseführerin dabei, die uns auch die verborgenen Schätze Málagas zeigte, wie zum Beispiel den Botanischen Garten. Diesen besuchten wir am 3. Tag unserer Reise und man kann nur sagen, dass es umwerfend war. Dies bezeugen auch die folgenden Bilder:

Wie erwähnt hatten wir jeden Tag in der Sprachschule Spanischunterricht, dieser war dabei sehr interessant gestaltet und unserem Niveau angepasst. So konnte jeder, egal ob er nun mit sehr guten oder ausreichenenden Kenntnissen in Spanisch zu dieser Reise gestartet war, etwas mitnehmen. Besonders cool war dabei, dass unsere Aktivitäten nach dem Unterricht, immer unserem Unterricht am Vormittag angepasst waren. So redeten wir morgens z.B. über die Kultur in „Málaga“ und nachmittags besuchten wir dann das „Pablo-Picasso-Museum“.

Eine der schönsten Aussichten auf Málaga hat man vom „Gibralfaro“. Allerdings muss man dafür ca. 15-20 Minuten einen sehr steilen Berg hochlaufen, der wohl das genaue Gegenteil von „lasst mal entspannt dort hochlaufen“ ist. Es gibt noch so viele erwähnenswerte Ereignisse während dieser Reise, ob es der Besuch einer spanischen Schule, die Reise zum Balkon Europas oder unsere Reise zu den weißen Dörfern „Nerja“ und „Frigiliana“ war.

Eines von vielen Highlights war unser „Abschlussfest“ einen Tag vor unserer Heimreise. So hatte unsere Sprachschule eine kleine Feier in einem Restaurant in „el Palo“ organisiert. Bei dieser durften wir dann nochmals die echte spanische Küche kennen lernen mit den verschiedensten Arten von Paella. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden dann einige Preise verliehen für diejenigen mit den meisten Spielpunkten. Im Sprachunterricht konnte man immer wieder in kleinen Spielen Punkte sammeln, ebenso wie bei einer „Schnitzeljagd“ in „Nerja“. Bei dieser mussten wir in Teams die Bewohner des Städtchens zu unterschiedlichen Themenbereichen befragen.

Nach diesem schönen gemeinsamen Abschied mit der Sprachschule verbrachten wir die Zeit am letzten Tag entweder in kleinen oder größeren Gruppen in „el Palo“ oder direkt in „Málaga“. Abends kamen wir dann nochmal alle zum Essen zusammen, dabei hatten wir nochmal einen sehr schönen Abend mit Frau Bolay und Frau Gärtner, nicht nur wegen der witzigen Anekdoten, die sie uns erzählten.

Am Ende dieses Berichts möchte ich ein großes Dankeschön an unsere wirklich großartigen Lehrerinnen Frau Bolay und Frau Gärtner aussprechen. Insgesamt muss man zudem betonen, dass die Sprachreise wirklich ein großartiges, lehrreiches, witziges und wiederholungswertes Erlebnis war. Toll, dass es, dank der engagierten Lehrerinnen, an der CHS eine solche Reise gibt.

geschrieben von Thorben Wurster