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Berufliches Gymnasium

3 Wochen Corona aus Sicht der BTG 11/2

Die letzen 3 Wochen waren für uns etwas anders verlaufen als für manch andere vielleicht... 

Unsere Lehrer haben eine neue Art des Unterrichts mit uns ausprobiert: den Online-Unterricht. Dafür haben wir Plattformen wie Webex und Discord benutzt. Angefangen haben wir mit den Fächern Mathe und Physik. Unsere erste "Probestunde" war direkt schon am Montag Abend in der Corona-Woche 1 mit mehreren von unseren Lehren und unseren Klassenkameraden. Im Laufe der Tage haben wir eine Art Stundenplan aufgestellt. Die Fächer Mathe, Biotechnologie, Physik und zuletzt auch Chemie gehörten von nun an zu unserem Schulalltag. Natürlich haben wir nicht jeden Tag alle Fächer gehabt, sondern haben es so ausgelegt, dass wir jeden Tag ungefähr ein Fach ca. 2 Schulstunden lang als Meeting (Video-Chat) hatten. Meetings unterscheiden sich nicht nur in ihrem Inhalt, sondern auch in der Art wie die Lehrer es ausführen. In Biotechnologie beispielsweise präsentierte uns unsere Lehrerin eine PowerPoint-Präsentation auf Ihrem PC und erklärte uns dabei den Stoff. In Physik und Mathe benutzen unsere Lehrer iPads und haben Whiteboards mit uns geteilt, um damit wie auf einer normalen Tafel mit einem Stift zu schreiben. Besonders in Physik gestaltete sich der Unterricht durch die Lage maßgeblich anders. Normalerweise hatten wir immer praktische Beispiele um die Theorie besser zu verstehen. Jetzt musste unser Physiklehrer auf online Simulationen zurückgreifen. Insgesamt haben unsere Lehrer viel Mühe und Zeit in das Funktionieren des Online-Unterrichts gesteckt.

Wie kann man sich eine Online-Unterrichtsstunde in Webex/Discord vorstellen?

  • Jeder Lehrer hat seinen eigenen Meetingraum auf den man durch die Meetingnummer und gegebenenfalls ein Passwort zugreifen kann.
  • Sobald alle Schüler eingetroffen sind teilt der Lehrer seinen Bildschirm, sodass jeder Schüler sehen kann was dieser auf seinem PC o.ä. macht. Der Unterricht hat angefangen.
  • Im Laufe des Meetings wird durch Whiteboard, Präsentationen oder Etherpads den Schülern der Stoff vermittelt.
  • Meldungen können praktischerweise durch einfaches Klicken auf das Meldesymbol erfolgen, danach kann man sein Mikrofon anschalten um zu reden.
  • Nebenher kann man durch den Chat mit anderen Schülern oder allgemein mit allen kommunizieren. Mikrofone und Kameras bleiben von Teilnehmern meist ausgeschaltet, um Störgeräusche zu vermeiden und eine bessere Ton- und Bildqualität zu bekommen.

Als unsere Lehrer uns anfangs sagten dass sie mit uns Online-Unterricht machen wollten waren wir (natürlich) nicht sehr begeistert :(... okay Spaß bei Seite. Also nach den ersten paar Malen haben wir uns daran gewöhnt.... und den ganzen Tag Netflix zu schauen gibt einem irgendwann mal auch ein Gefühl von Faulheit, Nutzlosigkeit und Unproduktivität...

Die Aufgaben und Meetings, die die Lehrer uns angeboten haben, gaben uns eine Art Normalität und Alltag und halfen uns, Struktur in den Alltag zu bringen.

Man denkt nach einer Weile wird es zur Selbstverständlichkeit über Handy, Tablet oder PC mit seinen Lehrern zu komunizieren aber in Wirklichkeit ist es irgendwie weird. Man fühlt sich abgeschottet von der Welt und man hat das Gefühl man desozialisiert mit der Zeit, da man ja auch nicht nach draußen gehen und sich mit anderen treffen kann. Soziale Kontakte bleiben also auch aus. 

Die einzige Beschäftigung ist der Unterricht, die Aufgaben von den Lehrern zu bearbeiten, Quality Time mit der Familie und Netflix zu schauen bzw. schlafen und essen.

Diese ganze Situation ist für uns alle, egal ob Lehrer oder Schüler, sehr belastend und ungewohnt.

Vorteil von Online-Meetings: Um ca. 9 Uhr aufsehen und noch in PJs zu sein (tja nicht in die Schule gehen zu müssen hat auch irgendwo seine Vorteile ;-)). Um ungefähr 10 Uhr ist dann vielleicht ein Meeting (jap auch Lehrer sind Menschen und auch sie finden es besser nicht zu früh anzufangen). Meetings liefern den Vorteil, dass man das Thema erklärt bekommt und auch währenddessen Fragen stellen kann und man nicht mit den ganzen neuen Themen allein gelassen wird und sich alles selbst erarbeiten muss wie wir das bei Freunden oder Geschwistern mitkriegen.

Nachteile haben die Meetings natürlich dennoch: Man  wird leicht abgelenkt, kann sich nicht so gut konzentrieren wie in der Schule und es ist frustrierend nicht einfach direkt etwas sagen zu können und dafür erstmal in den Chat schreiben zu müssen oder die Hand virtuell zu heben. Für die Lehrer ist das natürlich auch eine Herausforderung, wenn sie die Gesichter ihrer Schüler nicht sehen können und sich nicht immer gewiss sind, ob diese alles verstanden haben. Trotz der vielen Stunden und somit Übung die wir hatten gab es weiterhin bei einigen von uns technische Probleme, die sich natürlich nicht ganz vermeiden lassen.

Während dieser ganzen Corona-Sache fühlen wir uns - wie wahrscheinlich viele andere auch einfach nur... alleine: Wir können nicht einfach mit Freunden raus, auch wenn wir genau das gerade brauchen und wir fragen uns was nach den Osterferien passieren wird. So cringe es auch klingt: WIR WOLLEN WIEDER IN DIE SCHULE.

Es reicht nicht einfach mit jemandem zu telefonieren und wenn man trotz allem Mal ALLEIN rausgeht, muss man von jedem 3 Meter abstand halten. Man fühlt sich wie in einer Apokalypse. 

Die "Schule" ist deshalb eine willkommene Abwechslung und man muss sagen dass die Lehrer sich wirklich viel Mühe geben (jedenfalls die meisten :)). 

 

YOU KNOW YOU LOVE US

XOXO

CHS GOSSIP GURLS <3

Persönlicher Kommentar: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von mehreren Schülerinnen über ein Etherpad (z.B. edupad.ch). Falls auch ihr über die Situation in eurer Klasse berichten möchtet, könnt ihr euch gerne an euren Klassenlehrer wenden.

Ausfahrt des Seminarkurses Wintersport

Nach mehreren Monaten intensiver Beschäftigung mit unseren Seminararbeiten war es dann endlich soweit – eine Woche Südtirol! Am Anfang waren unsere Gefühle über die Ausfahrt noch sehr gemischt. Zum einen waren wir wohl alle sehr nervös, denn es war ja nicht nur pures Vergnügen für uns, mit der Ausfahrt war auch die Abgabe unserer Seminararbeit und das Halten unserer Präsentationen verbunden. Zum anderen war man voller Vorfreude, endlich wieder auf Skiern zu stehen. Dazu kam noch, dass wir uns zwar schon alle ein wenig vom Seminarkurs kannten, doch eine Woche mit neuen Leuten ist trotz allem immer eine aufregende Situation. Im Nachhinein können wir wohl alle sagen, dass es eine wunderschöne Woche war – eine Woche, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Angefangen hat die Woche mit einer langen Busfahrt ins Ahrntal in Südtirol. Dort angekommen wurde erst einmal die Unterkunft bezogen und zu Abend gegessen. Beides war zu unserer Überraschung äußerst gut, denn wer schon mal in einem Skilager war, hatte nicht allzu hohe Erwartungen. Meist kann da von den Hütten und dem Essen nicht ganz so viel erwartet werden. Doch das war bei uns überhaupt nicht der Fall. Im Anschluss an das Essen wurden direkt die ersten drei Präsentationen gehalten und somit hatte sich auch unsere Abendroutine für die nächsten paar Tage eingespielt. Wir waren immer von der ersten Liftfahrt bis zum späten Nachmittag auf der Piste, danach hatten wir etwas Zeit zum Duschen bis wir uns bereits um 18:15 Uhr wieder zum Abendessen trafen. Im Anschluss folgten gleich die Präsentationen und auch wenn es anstrengend war, abends noch Präsentationen zu halten oder zu hören, war jede einzelne individuell und informativ gestaltet, sodass es nie langweilig wurde. Wer nicht zu müde war, ließ den Abend im Anschluss noch in gemütlicher Runde ausklingen. Doch nicht nur abends beim Zusammensitzen hatten wir unseren Spaß, sondern auch auf der Piste haben wir Erinnerungen gesammelt, die wir wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Die fünf Tage auf der Piste waren in zwei Skigebiete aufgeteilt. In den ersten drei Tagen haben die Anfänger schon tolle Fortschritte gemacht. Bei wunderschönem Wetter und tollem Schnee waren die Bedingungen dafür perfekt und mit der Hilfe von Herrn Klausien, Herrn Höfer und Herrn Bentz konnten einige von ihnen nach diesen drei Tagen schon erstaunlich gut Ski fahren. Wir Fortgeschrittenen durften in Dreiergruppen auch alleine fahren. Trotzdem sind wir gerne auch mal mit den Lehrkräften gefahren, denn auch wir waren bereit, unsere Skikünste um ein paar neue Techniken zu erweitern.

Im zweiten Skigebiet ging es mit weniger Pisten, aber mit genauso viel Spaß weiter. Einige Anfänger haben sich schon an die ersten schwarzen Pisten gewagt und auch wir Fortgeschrittenen haben uns immer wieder neuen Herausforderungen gestellt. Die nebligen und windigen Wetterverhältnisse am letzten Tag machten es uns einfacher, uns nach einer tollen Woche von den Pisten zu verabschieden. Auf den letzten Abend wurden bewusst keine Präsentationen mehr gelegt und somit konnten wir diesen Abend alle gemeinsam mit verschiedenen Spielen genießen.

Bei der Heimfahrt waren wir wohl alle sehr erschöpft von der Woche und haben erst einmal versucht, ein wenig Schlaf nachzuholen, doch dann wurde auch die Busfahrt noch sehr witzig. Denn mit der Erleichterung, bereits einen beachtlichen Teil unserer Seminararbeit geschafft zu haben, mit den Erinnerungen die wir gesammelt haben und mit den neuen Freundschaften die geschlossen wurden, konnte man nun richtig voller Zufriedenheit auf die Woche zurückblicken.

Und auch wenn vielleicht nicht jeder Skifahren als seinen neuen Lieblingssport entdeckt hat, hatten wir alle eine tolle, informative und erlebnisreiche Woche, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Die Schülerinnen und Schüler des „Seminarkurs Wintersport“

CHS wieder als MINT-freundlich ausgezeichnet

Als eine von 58 Schulen in Baden-Württemberg wurde die Christiane-Herzog-Schule am 12.10.2018 im Rahmen des 4. Kongresses MINT ZUKUNFT SCHAFFEN in der Stadthalle Reutlingen zum dritten Mal als „MINT freundliche Schule“ ausgezeichnet. Die Ehrung der Schulen steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Frau Dr. Susanne Eisenmann sowie der Kultusministerkonferenz.

von links: Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt Arbeitgeber Baden-Württemberg; Thorben Wurster (CHS, SG 12/1); Harald Fisch, Geschäftsführer "MINT Zukunft schaffen!"; Renata Gandini (CHS); Thomas Schenk, Vorsitzender SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg.



MINT
 steht für die Fachbereiche Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften - Technik. Dieses Signet wird den Schulen verliehen, welche sich in besonderer Weise um die Förderung dieser Bereiche bemühen und gilt für die nächsten drei Jahre (Dann steht eine Rezertifizierung an).

Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Dabei konnte die CHS mit besonderen Projekten im BTG, der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) und dem Seminarkurs „Jugend forscht“ überzeugen. Seit Mai 2018 besteht zudem ein Partnerschulvertrag mit der Experimenta Heilbronn. In Heilbronn ist die CHS die einzige Schule mit diesem Prädikat.

Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen!«: Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen!« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen!« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

In diesem Sinn möchte die Christiane-Herzog-Schule Schülerinnen und Schüler für MINT begeistern.

Weitere Informationen zu MINT unter: https://mintzukunftschaffen.de

Kontaktpersonen: Frau Dr. Egerer, Frau Gandini und Herr Dr. Reuther

Connecting Youth- Spendenlauf zugunsten des Kenia-Projektes

Auch in diesem Jahr fand an der Christiane-Herzog-Schule wieder ein Spendenlauf statt. Dieses Mal wurde er im Rahmen des Wirtschaftsprojekts im Fach Wirtschaftslehre von den Schülerinnen Hannah Krauss und Sina Grimm geplant.

Die Idee einen Spendenlauf als modernes Mittel des Fundraising, bei dem durch das Einwerben vieler kleiner Spenden von vielen Menschen insgesamt ein großer Betrag für einen sozialen Zweck zusammen getragen wird, hat auch Hannah Krauss und Sina Grimm dazu inspiriert, einen Spendenlauf zugunsten der kenianischen Partnerschule der CHS, der „Bishop Sulumeti Girls High School“ und des Straßenkinderprojektes „Mathare Children Fund Panairobi (MCFp)“ durchzuführen.

Mit beiden Einrichtungen arbeitet die CHS seit 2009 im Rahmen des Schulprojektes „Connecting Youth – Jugend in Eurafrika“ partnerschaftlich zusammen.

Weitgehend selbständig organisierten unsere Schülerinnen sowohl den Ablauf und die Gestaltung des Spendenlaufes für 12 Klassen aus den Jahrgansstufen 11 und 12 der beruflichen Gymnasien der CHS, als auch den Klassen des ersten Jahrgangs der Berufsfachschule. Ein großer Aufwand, welcher mit großem Einsatz und Engagement, trotz mancher Schwierigkeiten und unvorhersehbarer Hindernisse sehr gut bewältigte wurde.

Der Spendenlauf fand am 14.05.2018 in der Turnhalle der Christiane-Herzog-Schule statt. Zusätzlich wurden noch Informationsplakate aufgestellt, auf denen alle Bereiche der Partnerschaft mit der „Bishop Sulumeti Girls High School“ und dem Straßenkinderprojektes „Mathare Children Fund Panairobi (MCFp) dargestellt und beschrieben wurden. So konnten sich alle Schülerinnen und Schüler darüber informieren, wohin die Spendengelder letztendlich gehen.

Insgesamt wurde durch das große Engagement der Schülerinnen und Schüler, sowohl bei der Suche nach Sponsoren, als auch beim Laufen selbst, eine Summe von 3114,82 € zusammen getragen. Eine tolle Leistung und ein Ergebnis für das sich die viele Mühe sicherlich gelohnt hat. Das Beispiel Spendenlauf für Kenia an der CHS zeigt, dass jeder Einzelne, auch Schülerinnen und Schüler durch Ideen und Tatkraft einen kleinen Beitrag zu einer etwas weniger ungerechten Welt leisten können.

Informationen zum Spendenlauf und Dank:

Wohin fließt das Geld?

Mit den Spendengeldern sollen folgende Projekte unterstützt werden:

  • An unserer Partnerschule wird mit viel Freude und Erfolg Deutsch gelernt. Die Schulleiterin unserer Partnerschule baut zur Zeit, mit Unterstützung der Elternvertretung einen Unterrichtsraum für das Fach Deutsch. Mit der nächsten Projektgruppe, die 2019 nach Kenia fährt, möchten wir diesen Deutschraum weiter einrichten und mit Lehrmaterialien ausstatten.
  • An unserer Partnerschule teilen sich 650 Schülerinnen einen kleinen Waschraum. D.h. die meisten Schülerinnen müssen sich frühmorgens mit kaltem Wasser im Freien waschen. Mit staatlicher Unterstützung wurde bereits ein neuer Waschraum gebaut, welcher jedoch aufgrund eines fehlenden Wassertanks, nicht zu nutzen ist. Auch dieser soll mit dem Spendengeld finanziert werden.
  • Die CHS ermöglicht einer eltern- und mittellosen Schülerin der BSGHS durch eine Schulpatenschaft den Besuch der Sekundarschule.

Dank an alle Helferinnen und Helfer

Herzlich bedankte möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Spendenlaufes beigetragen haben.

Dank an alle Spender

Ein großes Dankeschön geht auch und ganz besonders an alle Spenderinnen und Spender, die mit kleineren oder größeren Summen als Sponsoren der laufenden Schülerinnen und Schüler beigetragen haben.

Firmen:

  • Elektro-Sharkey aus Gemmrigheim
  • Praxis für Physiotherapie Dr. Schäfer aus Schwaigern
  • Firma Drecksblech aus Neckarsulm
  • Gärtnerei Klumpp aus Flein
  • Bieler Drucklufttechnik GmbH aus Cleebronn
  • Revisa GmbH und Co. KG
  • Frisurenstudio Haarscharf aus Heilbronn
  • Buchhandlung Holl & Knoll aus Eppingen
  • Praxis Dr. Iris Botzenhardt-Stavrakidis aus Abstatt
  • Reisebüro Rode aus Beilstein
  • Maurer GmbH aus Künzelsau
  • Metzgerei Geiger aus Nordheim
  • Restaurant Tan Do aus Bad Rappenau
  • Garten und Landschaftsbau Biegert GmbH aus Leingarten
  • Modehaus Spiess aus Eppingen
  • Nadel und Faden aus Leingarten

Privatpersonen:

  • Ralf und Christina Rossi
  • Helmut und Elfriede Durst
  • Maria Dreher
  • Ömer Bilican
  • Steffen Lüdäscher von Berg
  • Andreas und Claudia Ott
  • Roswitha Assenheimer
  • Swen Arndt
  • Edwin und Gloria Kreutzer
  • Stephanie Fersch
  • Ulrich Maier
  • Sascha Künstler
  • Maria Rappold
  • Annette, Selina und Dora Klumpp
  • Mehmet Demirham
  • Nicole Wildgrube-Bernhard
  • Mando Elizalde
  • Nicolai Guggolz
  • Timo Bernhard
  • Sybille Gärtner

Und viele weitere Spenderinnen und Spender, die nicht namentlich erwähnt werden möchten.

Dank an alle Läuferinnen und Läufer!

Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben tolle Leistungen erbracht, dafür sei allen herzlich gedankt.

Entdecke DICH – im Labor!

Am Schülerforschungszentrum (SFZ) der Experimenta gibt es professionell ausgestattete Labore für alle Naturwissenschaften. Die Nutzung – inclusive Betreuung vor Ort - ist für dich kostenlos.

Übrigens: mit deinem Forschungsprojekt kannst du auch eine Referat-, GFS- oder Abiturnote erzielen.

Wenn du Interesse hast, wende dich an Dr. Ulrike Egerer:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Erfolg beim Europäischen Wettbewerb 2020

Raffael Weinert der Klasse SG13 hat erfolgreich mit einem Gemälde und einem Gedicht am diesjährigen 67. Europäischen Wettbewerb teilgenommen. Mit seinem Gedicht „Der Mensch ist ein Wächter“ hat er in der Kategorie „Respektvolle Streitkultur in Europa“ einen Ortspreis gewonnen. Daher widmet der Kreisverband Heilbronn der EUROPA-UNION Deutschland e.V.dem Preisträgerbeitrag, der vom Kreisvorsitzenden des Verbands Heinrich Kümmerle als „ganz persönlicher Favorit“ bezeichnet wird, einen ganzen Webseitenbereich mit dem kompletten Wettbewerbsbeitrag und weiteren Ausführungen des Preisträgers.

Raffael erhielt eine Urkunde und eine kostenfreie Jahresmitgliedschaft bei den Jungen Europäischen Föderalisten.

In der Wettbewerbskategorie „Das gemeinsame Haus Europa“ reichte Raffael Weinert zudem ein Acrylbild ein, das ein Porträt von Mario Goldstein zeigt (Acryl auf Leinwand, 2020, ca. 50 x 70 cm).

Raffael sagt über sein Bild und das Gedicht:

„Das Bild stellt Mario Goldstein dar. Er ist ein ehemaliger DDR-Flüchtling, der nun an der damaligen Position des Todesstreifens auf dem grünen Band wandert. Diese Geschichte spielt zwar in Deutschland, kann aber auf Europa übertragen werden. Der zunehmende Hass und der Verlust der Menschlichkeit nehmen überhand und Nächstenliebe sowie bewusstes Leben sollen wiederhergestellt werden. Das ‚Haus Europa‘ kann dazu einen großen Teil beitragen. Dies ist nur die Geschichte des Einzelnen, doch sie zeigt, dass jeder von uns mitentscheiden kann, dass jeder von uns die Zukunft mitbestimmt.

Zu dem Bild habe ich auch noch ein Gedicht eingesendet. Das Gedicht soll die momentane politische Lage, sowie den zunehmenden Verlust der Menschlichkeit darstellen. Es ist zum Thema ‚Streitkultur‘. Das gemeinsame ‚Haus Europa‘ und Streitkultur sind meiner Meinung nach leider nicht zu trennen. Das ist der Grund, warum ich beide Themen in meinen Arbeiten verknüpfen wollte.“

Weitere Infos zum alljährlich stattfindenden Wettbewerb findest du hier: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/

Künstlerische Betreuung: Stefan Spengler

Erfolgreich bei Jugend Forscht

Jugend forscht :
3.Preis in der Sparte Biologie sowie ebmpapst-Schulpreis 2018

Mit gespannter Vorfreude und großem Engagement im Vorfeld haben Arlinda, Kamilla, Laura, Sarah, Semanur und Kevin (vom Biotechnologischen und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium), gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Ulrike Egerer und Eva Winklbauer, beim Regionalwettbewerb in Künzelsau (22.-24. Februar) teilgenommen. Gegen die Konkurrenz in der Sparte Biologie traten sie an mit Urzeitkrebsen, Paramecien, Hefezellen und Kressekeimlingen.

Wieso verklumpen Hefezellen, wenn sie Ethanol ausgesetzt sind? Jeder kennt die glitschigen Überzüge von Abflussrohren in Küche oder Bad. In diesen Biofilmen sind Mikroorganismen gegenüber äußeren Einflüssen weitgehend geschützt, auch desinfizierende Chemikalien können ihnen hier wenig anhaben.

Arlinda Zhegrova prüfte, ob Hefezellen sich auf ähnliche Weise gegenüber Alkohol schützen, indem sie sich zu Flocken zusammenballen. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass in Hefezellklumpen mehr Zellen überleben als wenn sie die Klumpenbildung (Flokkulation) mithife eines Adhäsionshemmers verhindert.

Mit ihrer sorgfältigen Arbeit konnte Arlinda die Jury überzeugen und erhielt den 3.Preis im Fachgebiet Biologie. Herzliche Gratulation !

Ist das Einpacken von sauren Lebensmitteln in Alufolie bedenklich? Der Warnhinweis auf entsprechenden Packungen lässt dies vermuten. Sarah Sharkey und Kevin Wittmann prüften zum einen, ob sich in salzsaurer Lösung aus der beliebten Verpackungsfolie tatsächlich mehr Aluminiumionen herauslösen als in neutraler Umgebung. Zum anderen untersuchten sie die Auswirkung der Aluminiumionen-haltigen Lösungen auf Hefezellen und Kressepflänzchen.

Ob sich durch Mikrowellenbehandlung Weichmacher aus Plastikproben herauslösen lassen und inwiefern sich der Extrakt dann auf Lebewesen auswirkt, dies untersuchte Kamilla Asadova anhand von Paramecien (Pantoffeltierchen).
Ein Beispiel für Weichmacher sind Phthalate, die z.B. in Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff enthalten sind. Sie können auf die Lebensmittel übergehen und stellen dann aufgrund ihrer hormonähnlichen Wirkung ein Gesundheitsrisiko dar.
Besonders eindrucksvoll in Kamillas Untersuchung: der Elastizitätsverlust von in Wasser eingelegten PVC-Schnipseln nach wiederholter Mikrowellenbehandlung.

Auch Semanur Korkmaz arbeitete mit Paramecien, um herauszufinden, ob sich isolierte Antioxidantien– gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt - auf die Vermehrung und Lebensdauer anders auswirken als Antioxidantien in einem natürlichen Stoffgemisch.Dazu beobachtete Semanur Zuchtansätze, die sie mit Extrakten aus grünem Tee versetzt hatte und verglich diese mit Ansätzen, denen reines Catechin, ein typisches Antioxidans in grünem Tee, zugegeben worden war.
Das sicherste Ergebnis ihrer Studien: Paramecien mögen keinen starken grünen Tee. ;-)

Mit ihrer Arbeit hat Semanur ein Jahres-Abbonnement der Zeitschrift natur gewonnen.

Hält Fasten gesund? Angeregt durch den Medizinnobelpreis 2016 (für Y. Oshumi) beschäftige sich Laura Fischer mit dem Thema ‚Autophagie‘. Dieser durch Fastenperioden geförderte intrazelluläre Vorgang führt zum Abbau beschädigter Zellbestandteile und wirkt damit Zellschädigung und Alterungsprozessen entgegen.
Aufgrund der einfachen Handhabung verwendete Laura Urzeitkrebse. Während die eine Gruppe vorschriftsmäßig alle 4 Tage Futter erhielt, musste die andere Gruppe 3 Tage länger auf Nahrung warten. Über Monate hinweg dokumentierte Laura Größe und Vermehrung der Tierchen. Ihr Ergebnis: Krebschen, die weniger Futter erhielten, wuchsen zwar anfangs langsamer, holten dann jedoch auf und lebten länger.

Für ihre ungewöhnliche „Krebs-Forschung“ hat Laura ein Jahres-Abbonnement der Zeitschrift Bild der Wissenschaft erhalten.

Durch ihre Teilnahme mit 5 verschiedenen Projekten haben die sechs Mitglieder des Seminarkurs Jugend forscht der CHS gemeinsam den ebmpapst-Schulpreis eingebracht.

Allen ganz herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Teilnahme !

International Students Academy Kenya - Tiefe Einblicke in eine andere Welt

Im Juli 2019 starteten 17 Schüler*innen und zwei Lehrerinnen der CHS zur International Students Academy Kenya und für viele von uns damit in das bisher größte Abenteuer ihres Lebens. Wir haben das Land 3 Wochen lang durchquert und dabei in Nairobi unsere Partnerprojekte und in Kakamega unsere Partnerschule, die Bishop-Sulumeti-Girls High School besucht. Im Norden des Landes konnten wir zwei Tage und eine Nacht in einem Samburu-Dorf verbringen und hautnah erleben, wie der Klimawandel die Menschen dort in Bedrängnis bringt. Doch lest selbst, die folgenden kurzen Tagesberichte können leider nur einen kleinen Einblick in unsere Reise geben.

 

 Tag 0 Mittwoch 17.07.2019 Ankunft in Nairobi

Nach einem langen und anstrengenden Flug und endloser Visa-Prozedur endlich in Nairobi angekommen. Der erste Eindruck von der Stadt: riesig, laut, voller Menschen, voller Leben und einem chaotischen Verkehr. Willkommen in der fremden Welt.

 

Tag 1 Donnerstag 18.07.2019

Unser erster Tag in Kenya startete mit Stress – einige der Teilnehmer hatten vergessen die Wecker auf kenyanische Zeit umzustellen und kamen zu spät am Treffpunkt an, wodurch sich der Tagesplan nach hinten verschob.

Nach einem Frühstück, bestehend aus Ei und verschiedenem Obst, fuhren wir mit dem Bus in Richtung Sarakasi Nairobi. Das Sarakasi ist eine international auftretende Künstlergruppe, welche auch junge Künstler in Tanz und Akrobatik unterrichtet. Wir durften bei kleineren Akrobatikübungen dabei sein und man lehrte uns eine für uns neue Art des Tanzes. Abschließend bekamen wir eine Kostprobe des neusten Programms der Gruppe.

Nach kurzer Busfahrt kamen wir im ICIPE (International Centre for Insect Physiology and Ecology) Nairobi an. Hier bekamen wir nach dem Mittagessen eine interessante Führung durch einige laufende Projekte. Dabei erfuhren wir einiges über die Forschung an stachellosen Bienen, welche zukünftig auf Feldern die extrem aggressiven Honigbienen ersetzen sollen. Außerdem über die Seidenherstellung per Mottenkokon, Ölgewinnung aus Grillen und Tierfutterzusatz aus Fliegenlarven.

Zum Ende des Tages fuhren wir in eine Mall, wo wir Geld tauschen und Sim-Karten kaufen konnten. Das Abendessen das wir an diesem Abend aßen, konnten wir uns hier individuell kaufen.

So endete unser erster vollständiger Tag in Kenia mit einem offenen Abend, den jeder für sich selbst gestalten konnte.

 

Tag 2 Freitag 19.07.2019

Auf dem Weg von Nairobi nach Naivasha, kamen wir an Kaffee- und Teeplantagen vorbei, Titus erzählte uns von der Kaffeefarm seiner Großmutter und dass ein Kaffeefarmer aus Kenia für hochwertigen Kaffee nur 30 cent pro Kilo bekommt. Ein Stopp an einem Viewing Point offenbarte uns die schöne Aussicht in das Rift Valley. Auf der weiteren Fahrt zu unserer Unterkunft, dem Fishermen’s Camp, kamen wir noch an dem erloschenen Vulkan Mount Longonot sowie den ersten Zebras und Giraffen vorbei. Gegen Abend stand noch eine Bootstour auf dem Lake Naivasha auf dem Programm, bei der wir Nilpferde, Affen und viele verschiedene Vogelarten, darunter Adler, sehen konnten. Nach dieser Tierschau war der Tag dann auch schon vorbei.

 

 

Tag 3 Samstag 20.07.2019

6 Uhr morgens – Treffpunkt Truck!

Noch ziemlich müde fuhren wir zum Hells Gate Nationalpark. Dort angekommen, konnte unsere Fahrradtour durch den Park auch schon starten. Unterwegs konnten wir sowohl den schönen Sonnenaufgang, als auch eine Vielzahl von Tieren wie Giraffen Zebras und Büffel bestaunen, irre einfach so mit dem Fahrrad durch eine Herde Büffel zu fahren. Überall im Park tritt heißer Wasserdampf aus dem Boden, daher gibt es hier auch ein Geothermie-Werk, aus dem Kenia über 20% seines Energiebedarfs deckt. Nachdem wir uns und die Affen gestärkt hatten, machten wir uns auf zu einer abenteuerlichen Wanderung durch die Hells Gate Schlucht. Unsere Ranger John und Jacob leisteten, egal ob als Hilfe beim Klettern oder beim Erklären, volle Arbeit. Nach etwa 2 Stunden kamen wir völlig erschöpft, aber dafür mit jeder Menge neuer Eindrücke und neuem Wissen wieder am Rangers Post an. Von dort aus ging es mit dem Truck zurück ins Camp. Nachdem sich alle frisch gemacht und ausgeruht hatten, ließen wir den Abend gemeinsam ein einem schönen Restaurant ausklingen.

 

Tag 4 Sonntag 21.07.2019

Nachdem wir am Sonntag um 6 Uhr von Lake Naivasha in Richtung Lake Victoria abfahren mussten war die Laune der Gruppe entsprechend gut. Das im Bus schlafen stellte sich auch als schwierig heraus, da durch die etwas löcherigen Straßen selbst unser Bus ins Schwanken und Hüfen kam und man sich dadurch den Kopf regelmäßig an der Scheibe anstieß. Durch abwechselndes Schlafen, Musik hören, Karten spielen und rausschauen haben wir die Busfahrt jedoch gut überstanden.

Gegen Mittag besuchten wir noch die Seifen/Speck-steinmine in Kisii. Dort wurden uns die einzelnen Schritte der Herstellung einer Seifensteinfigur gezeigt. Dies beinhaltet das Schnitzen des Steins mit einem Messer, danach das Feilen mit Sandpapier und Wasser, gefolgt vom Bemalen der Figuren.  Die Seifensteinfiguren werden über Fair-Trade nach Europa verkauft.

 

Tag 5 Montag 22.07.2019

Am 22 Juli begann der Tag im ICIPE am Mbita Point mit einer Bootsfahrt auf den Viktora See. Während der Fahrt auf den See konnten wir den Sonnenaufgang über dem See beobachten. An zwei Inseln welche von vielen verschiedenen Vögeln bevölkert wurden drehten wir um und fuhren zurück Richtung Ufer. Nach der Bootsfahrt sammelten wir beim Frühstück neue Kräfte, um so gestärkt in den Tag zu starten. Bei einer Führung durch das ICIPE Gelände wurden uns die vielen verschiedenen Forschungen gezeigt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das Push-Pull Verfahren gelegt, welches auf biologische und bezahlbare Weise die Felder von Schädlingen befreit. Nach einer langen aber auch interessanten Führung aßen wir zu Mittag. Anschließend hörten wir eine Präsentation über die Institution und deren Erfolge und Forschungsergebnisse. Am späten Nachmittag fuhren wir auf den Markt außerhalb des ICIPE Geländes, wo wir durch die Vielfalt an Marktständen liefen. Dorthin gelangten wir mit einer Fahrt auf den sogenannten BodaBodas, Kenias Taxi-Motorrädern. Wir machten eine Pause auf der Brücke zur Rusinga-Halbinsel mit großartiger Aussicht, bevor wir zum ICIPE zurückkehrten. Dort angekommen aßen wir zu Abend und beendeten den Tag mit einer Gesangseinlage der Gruppe.

 

Tag 6 Dienstag 23.07.2019

Heute war einer unserer Reisetage, das bedeutete wir würden eine lange Autofahrt und ein Supermarktmittagessen vor uns haben. Ganz so schlimm traf es uns aber dann doch nicht, da wir auch ein wenig Abwechslung hatten. Wir wären nämlich das erste Stück mit der Fähre von Mbita Point nach Luanda Kotieno über den Victoriasee unterwegs. Die Überfahrt hat uns sehr gut gefallen. Als wir dann im Endeffekt an unserer Unterkunft, dem Bishop Stam Pastoral Center in Kakamega, ankamen waren wir alle sehr erleichtert und froh nicht mehr sitzen zu müssen.

Am Abend bekamen wir noch Besuch vom Schulgründer Bishop Philip Sulumeti. Da der Bischof am nächsten Tag nach Nairobi musste und uns daher nicht an die Partnerschule begleiten konnte, schenkte er uns einen lebenden Truthahn, den wir zusammen mit den Partnerschülerinnen essen sollten. Aber wie soll man jemanden essen, den man lebend kennen gelernt hat…

 

Tag 7 Mittwoch, 24.07.2019

Nach der langen Fahrt des vorherigen Tages kamen wir nun an unsere Partnerschule, der Bishop Sulumeti Girl´s High School an.

Empfangen wurden wir von der ganzen Schule mit einer Vorstellung einiger Lehrer sowie Begrüßungsreden. Anschließend fingen an Präsentationen über verschiedene Alltagsthemen in Gruppen vorzubereiten.

Nach dem Mittagessen gingen wir noch in die unterschiedlichsten und vielseitigsten Unterrichtsstunden mit. Es war spannend zu sehen, wie der Unterricht an unserer Partnerschule abläuft.

Zwischen den Programmpunkten hatten wir immer wieder Zeit uns mit den Schülerinnen auszutauschen und uns besser kennenzulernen.

Alles in allem war der Tag sehr interaktiv und inspirierend.

 

Tag 7 Donnerstag 25.07.2019

Unser heutiger Tag begann sehr früh. Gegen 5:00 Uhr fuhren wir ab Richtung Kakamega Rainforest um den Sonnenaufgang zu betrachten. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei unserer Partnerschule, bei dem wir einige kenianische Schülerinnen abgeholt haben, ging es endgültig los. Schon im Bus wurden wir von Frau Fischer auf die Verhaltensweise im Regenwald vorbereitet. Wir haben gelernt und können nun aus eigener Erfahrung berichten wie schnell man sich im Regenwald verlaufen kann. Die Orientierung verliert man im Regenwald sehr schnell, zum Beispiel, wenn man sich an einer Gabelung für den falschen Weg entscheidet oder sich nur 2 Meter vom eigentlichen Weg entfernt. In einer Rekordzeit von nur 25 Minuten sind wir, an diesem Morgen, den Berg zum Aussichtspunkt hochgesprintet. Wir waren von der fantastischen Aussicht sehr beeindruckt. Gefrühstückt wurde dann bei einer Höhle, die auf unserem Rückweg lag. In der Höhle wimmelte es nur so von Fledermäusen und Spinnen, nicht alle haben sich dort wohlgefühlt. Um weiter Eindrücke vom Kakamega Rainforest zu bekommen, bekamen wir noch eine einstündige Regenwaldtour mit einem Guide, der uns viel über die verschiedensten Tier-und Pflanzenarten und über den Schutz des Regenwaldes erzählt hat. Schon um 13:00 Uhr stand der nächste Programmpunkt an. Erneut unterwegs mit unseren kenianischen Freunden fuhren wir nach Eldoret um dort die Fistula-Klinik zu besichtigen, die Frauen mit schweren Geburtsverletzungen kostenlos operiert und wieder in die Gesellschaft integriert. Im Hospital bekamen wir eine ca. 1 ½ stündige Führung, welche uns aufgrund der vergleichsweise einfachen Verhältnisse nachdenklich stimmte. Auf der Rückfahrt ist die Laune mit einer Runde singen wieder gestiegen. Wir versuchten uns an kenianischen als auch an deutschen Liedern. Zusammenfassend können wir sagen, dass es ein sehr langer jedoch eindrucksreicher Tag war, wofür wir sehr dankbar sind.

 

Tag 8 Freitag, 27.07.2019

Nach Ankunft an der Schule, gab es ein kurzes Treffen in dem Büro der Schulleiterin, um den Tagesablauf zu besprechen. Es fing an mit den vorbereiteten Präsentationen über das Leben in Kenia und Deutschland. Die Präsentationen wurden sehr schön gestaltet von den Gruppen. Präsentiert wurde sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Danach ging es zusammen als Gruppe auf den lokalen Markt in Kakamega. Auf dem Markt gab es alles zu kaufen, von Lebensmittel, über Kleidung bis hin zu Gebrauchsgegenstände. Es war ziemlich beeindruckend für uns deutsche Schüler. Traurig gemacht haben uns die klebstoffschnüffelnden Kinder, die trotz staatlicher Reha-Programme keinen Weg aus der Sucht finden. Am Nachmittag wurde das ENSA Programm näher vorgestellt und Bilder aus den letzten Besuchen in Kenia und Deutschland gezeigt. Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, denn die Partnerschaft feiert 10-jähriges Jubiläum. Danach wurde ein Film über die Befreiung von Kenia aus der Kolonialisierung und die anschließende Unabhängigkeit gezeigt. Am Abend gab es eine weitere Prämiere, denn zum ersten Mal gab es ein gemeinsames Abendessen der kenianischen Schüler und Lehrer mit der deutschen Gruppe um den vom Bischof Sulumeti geschenkten Truthahn zu essen (trotz der Bekanntschaft).  Es war ein schöner Abschluss für einen schönen und lehrreichen Tag.

 

Tag 9 Samstag 27.07.2019

An diesem Tag stand einiges auf dem Programm, auch wenn das ein oder andere mehr oder weniger geplant gemacht wurde.

Vormittags fuhren wir zur BSGHS, von wo aus wir mit einigen Lehrern und der Rektorin zur Folgelocation gefahren wurden. Wir wurden nämlich zur Rentenfeier der ehemaligen Musiklehrerin der BSGHS, die in den letzten Jahren viel zum Gelingen der Schulpartnerschaft beigetragen hatte, eingeladen. Es wurden einige Reden und Danksagungen zu Ehren des Ehrengastes gehalten. Andere wiederum sangen Lieder oder vollführten Tänze, welche wundervoll zu ansehen waren. Zu diesen Personen gehörten auch Mädchen der Partnerschule. Leider mussten wir die Feierlichkeiten vorzeitig verlassen, da noch einiges auf dem Programm stand.

Weiter ging es zu einer anderen Schule, die wir bisher nicht kannten. Es handelte sich um ein Jungeninternat, welches ca. 1100 Schüler beherbergt. An dieser Schule wird ebenfalls Deutsch unterrichtet. Wir erhielten eine kleine Führung und schauten ein paar Minuten bei einem Fußballturnier zu, welches an der Schule stattfand zu, während die Lehrer zusammen die Weiterentwicklung der Schulpartnerschaften zu besprechen hatten.

Der letzte Punkt auf der Liste war der Besuch im Waisenhaus. Die Leiterin gab uns eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten und wir lernten ein paar der Kinder kennen. Am Ende unseres Besuchs übergaben wir der Leiterin unsere Geschenke für die Kinder und bedankten uns herzlich für diese Möglichkeit.

Der Tag lieferte einige neue Eindrücke, welche wir erst einmal verarbeiten mussten.

 

Tag 10 Sonntag 28.07.2019

Heute war der letzte Tag an unserer Partnerschule. Als erstes stand der Gottesdienst auf dem Plan. Dieser wurde im Vergleich zum Deutschen mit sehr viel Tanz und Gesang gestaltet. Die Freude und Hingabe der Schülerinnen zum Gottesdienst konnten uns anstecken und uns zum Mitmachen ermuntern.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch kurz Zeit mit gefülltem Magen unseren Tanz und die von uns einstudierten Songs zu üben, bevor es zur Farewell Party ging. Viele Kurse und einzelne Schülerinnen präsentierten uns Vorträge, Tänze und Lieder. Die über Deutsch, Französisch und Englisch bis Indisch reichten und uns allen den Atem geraubt haben. Immer wieder wurden wir ein Teil der Show und durften, (meist von den Schülerinnen überredet) unser Tanzbein schwingen und alle anderen mit unterhalten. Nach all den Präsentationen der Kenianerinnen hatten wir schon weiche Knie, da wir wussten das unsere Vorstellung mit ihren nicht mithalten könnte, da uns das tanzen und singen nicht ganz so im Blut liegt. Trotzdem konnten wir den Kenianerinnen mit unserem Tanz und den zwei Liedern (99 Luftballons und Feuerwerk) eine Freude machen und zum Lachen bringen.

Nach den deutsch und kenianischen Danksagungen und kleinen Geschenken der Schule an uns, durften wir zwei Schülerinnen eine Freude machen durch ein Stipendium. Der letzte Programmpunkt war das gemeinsame Abendessen mit den Schülerinnen beidem wir uns auch von ihnen verabschieden konnten. Bei vielen blieben die Augen nicht trocken und durch ein Telefonnummern Austausch, sollte die Freundschaft und der Kontakt weiter gepflegt werden. Zum Schluss singen wir noch ein paar Lieder und mussten schweren Herzens in den Bus steigen und uns von den Schülerinnen verabschieden. Trotz den schnell vergangenen 5 Tagen, haben wir die Schule ins Herz geschlossen und hoffen, dass wir die eine oder andere Schülerin nächstes Jahr beim Gegenbesuch an der CHS vielleicht wiedersehen.

 

Tag 11 Montag 29.07.2019

Von Kakamega nach Nanyuki

Heute war unser bisher längster Reisetag. Nach mehreren kleinen Stopps sind wir zu den “Tompson‘s Falls“ gekommen. Einem 74 Meter langem Wasserfall, der nach dem Vater des ersten europäischen Entdeckers im Jahre 1883 benannt wurde. An diesem gigantischen Wasserfall konnten wir auch viele Chamäleons sehen.  
Leider gibt es auch Menschen, die mit diesen atemberaubenden Tieren Geld machen wollen, was uns schockierte, da die Tiere an dem Stress sterben können. Danach ging es weiter über abenteuerliche Straßen und Serpentinen Richtung Nanyuki zu unserer nächsten Unterkunft. Nach einer kurzen Fotosession am Äquatorübergang kamen wir dann im “William Holden wildlife education center“ am Mount Kenya an, wo wir alle in Zelten an einem Fluss untergebracht waren.      

 

Tag 12 Dienstag, 30.07.2019

Nach einer kalten Nacht bekamen wir eine Führung durch das William Holden Camp, ein Camp welches kenianischen und ausländischen Schülern ein umweltfreundlicheres Denken und Handeln näherbringen soll. Anschließen fuhren wir in ein Samburudorf. Dort haben unsere Gastgeber eine Ziege für uns geschlachtet und wir haben, von den Dorfältesten wohlbehütet vor den Hyänen, unter einem wunderschönen Sternenhimmel am Lagerfeuer übernachtet.

 

Tag 13 Mittwoch, 31.07.2019

Nach einer schönen Nacht unter dem Sternenhimmel entdeckten wir das Samburudorf bei Tageslicht. Die Häuser haben Wände aus Ästen und ein Dach aus Planen und Mist. Sie sind ca. 1m hoch und haben innen einen Schlafplatz und eine Feuerstelle ohne Abzug was die Luft sehr stickig macht. Wir haben gestaunt, was man alles so in einer winzigen Hütte unterbringen kann. Die Hütten werden für das frischvermählte Paar von den Frauen des Dorfes gebaut und wenn der Mann zuhause ist steht ein Speer vor dem Eingang. Wir haben auch die „Primary School“ angeschaut, die aus einer kleinen Wellblechhütte und einem Sitzplatz unter einem Baum besteht. Aus der Gruppenkasse hat das Dorf als Dankeschön, dass wir bei Ihnen sein durften, Wellblech für Wände für das „Baum-Klassenzimmer“ erhalten, so dass die Kinder beim Lernen vom Sand und Wind geschützt werden. Am Morgen vor der Schule müssen die Kinder zuerst die Kamele von der Wasserstelle zurück ins Dorf treiben, wo sie gemolken werden. Relativ erfolglos haben sich einige von uns auch daran versucht. Wir haben erfahren, dass es für die Dorfbewohner immer schwerer wird, genug Wasser für die Tiere zu finden, da es aufgrund des Klimawandels seit 6 Jahren nicht mehr richtig geregnet hat. Nach den vielen neuen Eindrücken aus dem Leben der Samburu sind wir in unsere nächste Unterkunft einem Camp gefahren welches sich direkt neben dem heiligen Berg der Samburu (Mount Ololokwe) befindet. Diesen Berg haben einige von uns auch erklommen, was bei der Mittagshitze schwieriger als erwartet war. Die Mühe hat sich allerdings gelohnt und wir wurden mit einem grandiosen Ausblick über das Samburu-Land belohnt.

 

Tag 14 Donnerstag 01.08.2019

Früh am Morgen ging es los in den Samburu National Park, da man morgens die meisten Tiere sehen kann. Neben Giraffen, Gazellen, Elefanten und so weiter, hatten wir auch das große Glück eine Löwin, sowie einen Leoparden zu sehen. Während unserer Mittagspause im Park, mussten wir uns dann vor den Baboons in Acht nehmen, da sie unser Essen stehlen wollten. Einer gelang sogar kurzzeitig in unseren Truck. Als wir schließlich wieder in unserem Camp waren, war dann einmal ein wenig Zeit um sich zu entspannen und sich über die bisherige Reise auszutauschen und die Erlebnisse miteinander zu teilen.

 

Tag 15 Freitag 02.08.2019

Um 9:00 Uhr machten wir uns vom Sabache Camp auf den Weg nach Nairobi. Die Fahrt nach Nairobi dauerte mit dem Truck ca.  9 Stunden und führt durch alle in Kenya anzutreffenden Vegetations- und Klimazonen. In Nanjuki machten wir einen kleinen Zwischenstopp, um uns im Supermarkt ein Mittagessen zu besorgen. Nach der Ankunft in Nairobi gab es noch ein gemütliches zusammensitzen beim Abendessen in einem kleinen Restaurant neben unserer Unterkunft.

 

Tag 16 Samstag 03.08.2019

An unserem vorletzten Tag fuhren wir vormittags in das Mathare Valley um dort die Partner-Projekte Mathare Children Fund panairobi und die Percussion-Gruppe Zinaro zu besuchen. Die Projekte des MCFp befinden sich am Rand der Slums in einem Haus. In dem Gebäude wurden wir erstmal von den Mitarbeitern der Projekte begrüßt und haben eine Vorstellungsrunde gemacht. Dann wurden uns von den verschiedenen Mitarbeitern die unterschiedlichen Projekte erklärt. Es gibt zum einen das School Sponsorship Programme, zum anderen das Teenage Mothers Empowerment. Zudem gibt es das Reusable Sanitary Pads Programme, indem wiederverwendbare Binden hergestellt werden, damit z.B. die Mädchen trotz ihrer Tage in Schule gehen können. Ein weiteres Programm ist der Livelihood support. Von dem Programm aus werden Touren durch Nairobi angeboten und der Profit davon kommt der Mathare slum community zugute. Nachdem uns die Projekte erklärt wurden, wurden wir durch die Räume geführt. Zuerst wurde uns ein Raum gezeigt, in dem Mädchen eine Ausbildung zum Nähen bekommen. Danach wurde uns eine Bibliothek gezeigt, in der die Kinder aus den Projekten und dem umliegenden Slum kommen können, um dort zu lernen, ihre Hausaufgaben zu machen, zu lesen und damit sie nicht alleine in den Slums sind und eine Beschäftigung haben. In den anderen Räumen, die wir besucht haben, wurden unter anderem die wiederverwendbaren Monatsbinden hergestellt und Einkaufstaschen genäht und junge Frauen zu Kosmetikerinnen ausgebildet. Nach unserer Führung konnten wir noch die selbstgenähten Einkaufstaschen kaufen, wovon der Profit den Projekten zugutekommt.

Am Ende hatte jeder eine Hand voll Taschen und dann ging es weiter zu den Zingaros/Rastafari eine Straße weiter. Die Rastafari stellen unter anderem Trommeln her und verkaufen Schnitzereien und Handgemachtes. Nach kleinen Verhandlungen kauften wir  zwei kleine Trommeln, ein paar Armbänder und andere Kleinigkeiten.

Dann ging es zurück zum Bus und wir fuhren nicht weit zum Hope Theater in Kibera. Dort wurden wir freundlich begrüßt und es war schön die teilweise bekannten Gesichter wiederzusehen, denn das Hope Theater war letztes Jahr bei dem Austausch in Deutschland dabei und hat mit und die Tanzpantomime einstudiert. Sie erzählten und ein bisschen über das Hope Theater, die Jugendgruppe und ihre Beweggründe. Währenddessen kam heraus dass eine der Tänzerinnen schon über 40 ist, was uns alle in Schock versetzte, da sie uns viel jünger erschien. Und daraufhin fragte Titus ob er auch beitreten darf, damit er ebenfalls wieder jung wirkt.

Weil wir Hunger hatten, gingen wir dann noch mit ein paar Mitgliedern des Hope Theaters essen und fuhren danach zurück zu unserer Unterkunft.

 

Tag 17 Sonntag 04.08.2019

Heute Morgen ging es nach einem guten, vielfältigen Frühstück mit beladenem Truck Richtung “Akamba market“, wo Schnitzereien verkauft werden. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Zwischenstopp in einer Mall gemacht, um Geld zu wechseln und ein kleines Geschenk für Titus‘ Kinder zu besorgen. Um zu den Ständen der Schnitzer zu kommen mussten wir noch ein kleines Stück durch den Slum laufen. Uns wurde auf dem Weg noch einmal mehr mit allen Sinnen bewusst, wie gut wir es uns eigentlich geht und wie unterschiedlich die Lebenssituationen auf den Kontinenten sind. Nach dem Schnitzmarkt sind wir auf den Obstmarkt gegangen, auf dem wir schmackhafte Erinnerungen an Kenia, wie Avocados, Mangos, Ananas und viele mehr gekauft wurden. Auf unserer Farewell Party am Abend haben Titus’ Kinder das kleine Präsent erhalten, wonach jegliche Schüchternheit uns gegenüber verflogen war. Ein großes “Asante sana“ (Vielen Dank) ging an unseren Truckfahrer Antony, der uns immer sicher, über die unvorstellbarsten Wege, ans Ziel gebracht hat sowie an Titus, unseren Held, der uns vor schrecklichen Toiletten, Pavianen, die sich auf unser Mittagessen stürzen wollten beschützt hat. Am Abend ging es dann Richtung Flughafen, wo wir uns dann auch von dem Teil der Gruppe verabschiedeten, der noch eine Zeit lang in Kenia umherreist.         

 

Wir hoffen, dass unser Bericht euch einen kleinen Einblick in unsere vielfältigen Erlebnisse geben kann. Beschreiben kann man das fast gar nicht und über Vieles müssen wir auch erst noch nachdenken. Ganz besonders bedanken möchten wir uns zudem bei Titus Mwangi, der uns die ganze Tour über begleitet und uns viel erklärt hat. Und bei unserem Fahrer Anthony. Ein besonderer Dank geht zudem an Friedhelm Römer, der uns als Reporter der Heilbronner Stimme einen Teil der Reise begleitet und seine Eindrücke in einer ganz besonderen Artikelserie in der Heilbronner Stimme eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht hat.                 

Projekt: Schule gegen Rassismus & mit Courage

Schule gegen Rassismus und Schule mit Courage trägt eine Botschaft im Titel, die längst klar sein sollte. Nämlich sich ausdrücklich gegen Rassismus zu stellen und dabei Courage zu zeigen. Jeder Mensch hat in seinem Leben an einem gewissen Punkt wohl Rassismus erfahren. Der Grund? Nun, dieser ist wohl unbedeutend, denn es gibt keinen Grund andere Menschen zu diskriminieren aufgrund

  • des Glaubens
  • des Geschlechts und der sexuellen Orientierung
  • der Hautfarbe und Herkunft
  • einer Behinderung oder Schulart
  • der Nationalität oder allem anderen.

Dafür steht das Projekt Schule gegen Rassismus und Schule mit Courage. Die Jugendinitiative hat es sich zum Ziel gesetzt, das Schulklima nachhaltig so zu verändern, dass Zivilcourage gefördert wird und die gegenseitige Achtung mit der Suche nach gemeinsamen Werten und Normen einhergehen. Und da kommt unsere Schule ins Spiel. Die Christiane – Herzog – Schule fördert bereits Zivilcourage durch Veranstaltungen und Projekte wie zum Beispiel dem Multi – Kulti – Tag oder dem Kenya – Projekt. Wäre es nicht schön zu wissen, dass man an einer Schule lernt und lehrt, die sich ausdrücklich gegen Rassismus stellt? Wo jeder akzeptiert und unterstützt wird, so wie er ist?

Doch wie können wir gemeinsam erreichen, dass die CHS den verdienten Titel „Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“ ganz offiziell tragen darf ?

Ganz einfach. Man benötigt 70% der Unterschriften von allen Menschen, die Teil der CHS sind. Dabei unterschreibt ihr für die Botschaft „Hey, wir sind gegen Rassismus und für Courage an unserer Schule“. In den nächsten Wochen werdet ihr noch weitere Informationen erhalten.

Dabei findet die Unterschriftensammlung vom 02.03. bis zum 03.04.2020 statt.

Hat man die 70% zusammen, werden die gesammelten Unterschriften mit einem Annahmeantrag an die Bundeskoordination in Berlin geschickt und die Suche nach einem Projektpartner kann starten. Anschließend kommt es zur Überreichung des Titels und die CHS kann sich ganz offiziell eine „Schule gegen Rassismus und eine Schule mit Courage“ nennen.

Doch dafür brauche ich eure Unterstützung, denn nur gemeinsam erreichen wir die 70% der Unterschriften. Für weitere Informationen könnt ihr euch einfach die Informationsflyer und eine Präsentation über das Projekt als PDF Datei runterladen.

Falls Ihr aber sonst noch Fragen habt, könnt ihr auch ganz einfach auf mich zukommen (SG12/1). Natürlich werdet ihr über das Projekt auf dem Laufenden gehalten 😊.

Projekflyer

Präsentation

Regionalwettbewerb Jugend forscht: Zwei 2. Preise

Jessica Wieland und Maria Anselm vom Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium vertraten vergangenes Wochenende in Begleitung ihrer Lehrerin Dr. Ulrike Egerer die Christiane-Herzog-Schule beim Regionalentscheid des Jugend forscht-Wettbewerbs, der von der Patenfirma ebm-papst auf dem Campus Künzelsau ausgerichtet wurde.

Seminarkurs SIA

Der Leuchtwürfel wurde von Fabián Mesmer 2019 im Rahmen des Seminarkurses Schüler-Ingenieur-Akademie (Robotik) gebaut und programmiert.

Die Schülerin Shega Krasniqi (Klasse VABO2) hat heute im Rahmen des Unterrichtsfachs Computeranwendungen mit Fabians Aufzeichnungen dieses Video am iPad geschnitten und vertont.

Du willst mehr über den Seminarkurs Schüler-Ingenieur-Akademie erfahren? Klick hier.

SG besucht Suchtberatung

Im Rahmen des Profilfachs "Pädagogik und Psychologie" konnten wir Schüler*innen uns ein Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit auswählen, das wir vor Ort kennenlernen können.

Die Entscheidung fiel auf eine Sucht- und Drogenberatungsstelle in Heilbronn. Unsere Lehrerin Heike Hütter hat die Exkursion mit uns vorbereitet, durchgeführt und reflektiert.

Folgende Erfahrungen haben wir an diesem Nachmittag gemacht:

Viele von uns waren erstaunt, dass die Beratungsstelle keine Zimmer hat, in denen praktisch mit den Klienten gearbeitet wird, sondern der Schwerpunkt auf dem Gespräch liegt. Erschrocken waren wir, dass die jüngsten Klienten schon mit 13 Jahren zur Beratungsstelle kommen und erstaunlich, dass die ältesten Besucher über 80 Jahre alt sind, so alt wie manche Großeltern. Das Ziel der Beratung dachten wir, wäre es "clean" zu werden. Wir erfuhren, dass dies ein sehr langwieriger Prozess sein kann und die Erwartung der Mitarbeiter*innen viel niedriger angesetzt sind: dass der Klient sich öffnet und über seine Sucht spricht. Hier erfuhren wir auch den Sinn der Schweigepflicht. Da die Mitarbeiter nichts weitersagen dürfen, z.B. auch nicht zur Polizei, öffnen sich die Klienten eher.

Erstaunt waren wir über die Information, dass mehr Menschen durch Rauchen und Alkohol zu Tode kommen als durch illegale Drogen.
Neu war für viele von uns, dass Drogen momentan auch als Badesalze verkauft werden oder als Kräuter, die mit synthetischen Drogen besprüht worden sind.

Zum Ausklang der Exkursion haben wir uns im Eine-Welt-Laden bei einer heißen Schokolade ausgetauscht: Exkursionen sind gut, um den Unterricht lebendiger werden zu lassen und sich als Gruppe zu erleben.

Studienfahrt Amsterdam

Am 15.07.19 begann die Abschlussfahrt bzw. Studienreise der Klassen BTG 12/1, EG 12/1, SG 12/1 & SG 12/2. nach Amsterdam. Unsere Reise startete zunächst mit einer ca. 7- stündigen Busfahrt. Diese ging jedoch schneller vorbei als gedacht zum einen durch Nachholen von Schlaf, viele waren müde, aufgrund der frühen Abfahrt um 7.30Uhr, zum anderen durch witzige Unterhaltungen.

In Amsterdam angekommen, begutachteten wir natürlich zuerst unsere Zimmer, die sich im Hotel „Meininger Amsterdam“ befanden, welches ca. 10 Minuten vom Zentrum der Stadt entfernt war.

Wie es sich für eine Reise nach Amsterdam gehört, fuhren wir direkt nach einem gemeinsamen Abendessen zusammen mit den Lehrern in die Stadt. Dort ist uns beim Ausstieg aus der Metro als allererstes der spezielle Geruch von Amsterdam aufgefallen. ;-)

Unsere Lehrer zeigten uns dann unseren Treffpunkt in der Stadt, welchen wir während der Woche immer wieder benutzten. Dieser war das Nationalmonument von Amsterdam, ein riesiger Obelisk.

Im Anschluss hatten wir, bis zur Schülerzählung im Hotel, um 00:00 Uhr Freizeit. Diese Zählung wiederholte sich ebenso an allen anderen Tagen.

Wenn ich jetzt schon bei der Freizeit bin, muss ich dazu sagen, dass wir genug Zeit hatten, um Amsterdam in 3er Gruppen „allein“ zu erkunden.

Unsere Studienreise bestand aber natürlich nicht nur aus Freizeit, sondern überwiegend aus gemeinsamen Aktivitäten. So machten wir am 2.Tag eine Stadtführung, welche sehr interessant und spaßig war, was wohl auch an dem sehr sympathischen und unterhaltsamen Fremdenführer lag. Während dieser Tour lernten wir wirklich die Schönheit Amsterdams kennen, wir nahmen diese Stadt so nochmals ganz anders wahr.

Amsterdam ist eine Stadt, die vieles bietet. Durch Amsterdam fließen etwa 160 Kanäle bzw. Grachten, die von etwa 1200 Brücken überspannt werden, daher wird sie nicht ohne Grund auch Venedig des Nordens genannt. Zudem gibt es überall wunderschöne Straßengärten und  einzigartige Parks.

Man kann definitiv sagen, dass Amsterdam auch bei schlechtem Wetter, welches wir leider ab und zu hatten, nicht an Anziehung verliert.

Abgesehen von dieser Stadttour machten wir noch eine Grachtenfahrt, auf welcher wir Amsterdam nicht nur von einem anderen Blickwinkel aus sehen konnten, sondern sogar an einigen historischen Orten vorbeikamen.

Ebenso besichtigten wir einen historischen Ort, nämlich das Anne-Frank-Haus. Obwohl wir dort keine Bilder machen durften, glaube ich dennoch, dass jeder sein ganz persönliches Bild von diesem Besuch mitgenommen hat. So hatten wir dort eine wirklich gute Einführung, auch wenn wir einiges schon aus dem Unterricht kannten. Danach durften wir selbst mit einem Audioguide durch das Haus laufen. Dabei kann ich wahrscheinlich nicht nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass ich es atemberaubend fand, durch die einzelnen Räume zu laufen, welche original erhalten sind. Außerdem sah man überall  Zitate von Anne Frank und ihrer Familie, sowie Bilder, Stücke aus ihrem Tagebuch und immer wieder kleine Filme, in welchen beispielsweise ihr Vater über ihre Zeit im Hinterhaus sprach.

Der Besuch und die Eindrücke im Anne-Frank-Haus gehören für mich ebenso zu Amsterdam, wie all die anderen Eindrücke, die ich nun von dieser Stadt und Reise habe.

Ein besonders schöner und entspannender Tag war unser sonniger Meertag am Mittwoch in Zandvoort. Wir verbrachten den Tag am Strand und ließen einfach die Seele baumeln. Einige sonnten sich, andere verbannten sich, wieder andere waren schwimmen oder spielten Volleyball. Hierbei zeigte Herr Gauch, was er drauf hat.

Ansonsten hatten wir am vorletzten Tag der Reise ein gemeinsames Essen in einem Pfannkuchen Haus in Amsterdam, wodurch wirklich jeder mindestens eine Spezialität des Landes probieren musste. Danach durften wir ein letztes Mal selbst unsere Zeit gestalten und, wer Lust hatte, konnte sogar in einen Club zum Feiern gehen. Natürlich nur in Begleitung von zwei unserer vier Lehrer. Hier möchte ich ein herzliches Dankeschön, im Namen aller, aussprechen, dafür, dass unsere Lehrer dies organsierten und wir deshalb gemeinsam feiern konnten. 

Nach diesem letzten Tag ging es freitags mit dem Bus wieder zurück. Im Vergleich zur Hinfahrt war es diesmal jedoch viel ruhiger, was vielleicht an der vergangenen letzten Nacht lag.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine wirklich sehr schöne Reise war und es eine gute Balance aus Programm und Freizeit gab.

Studienfahrt Paris

Vom 2. 10. bis zum 5. 10 unternahm der Französisch B - Kurs Klasse 13 eine Studienfahrt nach Paris.

Mit dem TGV fuhren wir von Karlsruhe zum Gare de l´Est und von hier aus mit der Métro zu unserer Unterkunft MIJE im Marais - Viertel ganz nahe beim Rathaus und bei der Seine. Noch am Ankunftstag fuhren wir weiter zum Eiffelturm, von wo aus wir eine Bootsfahrt auf der Seine unternahmen und einen ersten Eindruck von Paris erhielten. Der nächste Tag begann mit einem Aufenthalt im Louvre. Alle zusammen besichtigten wir im Untergeschoss den ältesten mittelalterlichen Teil des Gebäudekomplexes, der uns etwas über die Anfänge der Stadt Paris zeigte. Dann verteilten wir uns auf die verschiedenen Säle, je nach Interessen. Dem Louvre folgte ein Picknick im Tuileriengarten und von dort aus liefen wir zur Place de la Concorde, auf der gerade eine Bildungsmesse stattfand, und zu den Champs - Elysées mit Triumphbogen. Von hier aus unternahmen wir einen Abstecher zum Park Monceau. Der Rest des Tages blieb den Champs - Elysées gewidmet. Am Vormittag des nächsten Tages besuchten wir die Katakomben und erhielten Einblick in einen Teil der Unterwelt von Paris. Die Mittagszeit verbrachten wir im Quartier Latin, dem Studentenviertel von Paris. Beim Durchqueren passierten wir auch die Universität Sorbonne, das Pantheon, in dem zahlreiche berühmte Franzosen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, und schließlich den Jardin du Luxembourg. Anschließend fuhren wir zum Montmartre, um hier die Kirche Sacré - Coeur und das Künstlerviertel auf uns wirken zu lassen. Wir beendeten den Tag mit einem gemeinsamen Essen. Der Abreisetag war leider ein Regentag und bis zur Fahrt zum Bahnhof konnte jeder noch das erledigen, was er sich vorgenommen hatte. Wir hatten viel Freizeit, um Paris zu erkunden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und Paris ist eine wunderschöne Stadt.

Studienreise Malaga

Studienreise nach Malaga 01.-08.02.2019 mit Frau Gärtner & Frau Bolay

Unsere Reise nach Málaga begann am Flughafen in Stuttgart mit 26 Schülerinnen und Schülern der Klasse 11 und 12 aller drei Gymnasien. Dabei musste gleich zu Beginn um 5.00Uhr morgens die erste Hürde überwunden werden. Denn, wenn man mit den Lehrerinnen kommunizieren wollte, musste man dies auf Spanisch tun. „¿¿¿Hola, …???“

Als wir in Málaga ankamen, wurden wir von einem Privatbus eines englischen Internats zu unserer Sprachschule gefahren. Unsere Sprachschule befand sich dabei in „el Palo“. Hier wurden wir herzlich von unseren „Sprachlehrern“ empfangen und lernten unsere Gastfamilien kennen. Die Altersspanne der Gasteltern streckte sich von „echt jung“ bis „doch schon älter“. Einige hatten selbst Kinder, andere lebten allein und verdienten sich so einfach etwas dazu.An diesem ersten Tag unserer Studienreise brachten uns unsere Lehrerinnen dann sogar noch dazu von „el Palo“ nach „Málaga“ zu laufen. Dabei muss man sich das so vorstellen, dass es damit anfing, dass wir uns einfach nur den Strand anschauen wollten. Trotzdem machte es dann sehr viel Spaß und wir hatten gleich einen ersten sehr guten Eindruck von der wunderschönen Stadt Málaga und dem dazugehörigen Strand.

Wir hatten „jeden“ Tag Unterricht, was aber nicht wirklich auffiel, da das Programm sehr abwechslungsreich und vielseitig war. Dieses war zwar nicht immer ganz stressfrei, aber man rennt doch gern, wenn man die Abfahrt des Katamarans nicht verpassen will. Mit Frau Gärtner, einer geborenen Malageña, hatten wir eine allwissende Reiseführerin dabei, die uns auch die verborgenen Schätze Málagas zeigte, wie zum Beispiel den Botanischen Garten. Diesen besuchten wir am 3. Tag unserer Reise und man kann nur sagen, dass es umwerfend war. Dies bezeugen auch die folgenden Bilder:

Wie erwähnt hatten wir jeden Tag in der Sprachschule Spanischunterricht, dieser war dabei sehr interessant gestaltet und unserem Niveau angepasst. So konnte jeder, egal ob er nun mit sehr guten oder ausreichenenden Kenntnissen in Spanisch zu dieser Reise gestartet war, etwas mitnehmen. Besonders cool war dabei, dass unsere Aktivitäten nach dem Unterricht, immer unserem Unterricht am Vormittag angepasst waren. So redeten wir morgens z.B. über die Kultur in „Málaga“ und nachmittags besuchten wir dann das „Pablo-Picasso-Museum“.

Eine der schönsten Aussichten auf Málaga hat man vom „Gibralfaro“. Allerdings muss man dafür ca. 15-20 Minuten einen sehr steilen Berg hochlaufen, der wohl das genaue Gegenteil von „lasst mal entspannt dort hochlaufen“ ist. Es gibt noch so viele erwähnenswerte Ereignisse während dieser Reise, ob es der Besuch einer spanischen Schule, die Reise zum Balkon Europas oder unsere Reise zu den weißen Dörfern „Nerja“ und „Frigiliana“ war.

Eines von vielen Highlights war unser „Abschlussfest“ einen Tag vor unserer Heimreise. So hatte unsere Sprachschule eine kleine Feier in einem Restaurant in „el Palo“ organisiert. Bei dieser durften wir dann nochmals die echte spanische Küche kennen lernen mit den verschiedensten Arten von Paella. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden dann einige Preise verliehen für diejenigen mit den meisten Spielpunkten. Im Sprachunterricht konnte man immer wieder in kleinen Spielen Punkte sammeln, ebenso wie bei einer „Schnitzeljagd“ in „Nerja“. Bei dieser mussten wir in Teams die Bewohner des Städtchens zu unterschiedlichen Themenbereichen befragen.

Nach diesem schönen gemeinsamen Abschied mit der Sprachschule verbrachten wir die Zeit am letzten Tag entweder in kleinen oder größeren Gruppen in „el Palo“ oder direkt in „Málaga“. Abends kamen wir dann nochmal alle zum Essen zusammen, dabei hatten wir nochmal einen sehr schönen Abend mit Frau Bolay und Frau Gärtner, nicht nur wegen der witzigen Anekdoten, die sie uns erzählten.

Am Ende dieses Berichts möchte ich ein großes Dankeschön an unsere wirklich großartigen Lehrerinnen Frau Bolay und Frau Gärtner aussprechen. Insgesamt muss man zudem betonen, dass die Sprachreise wirklich ein großartiges, lehrreiches, witziges und wiederholungswertes Erlebnis war. Toll, dass es, dank der engagierten Lehrerinnen, an der CHS eine solche Reise gibt.

geschrieben von Thorben Wurster